Schnorcheln auf Mallorca: Unsere 7 Lieblingsbuchten

Schnorcheln auf Mallorca

Mallorca ist nicht die Karibik. Aber seitdem alle Mitglieder unserer Familie schwimmen können, erkunden wir die Unterwasserwelt der Insel schon etwas genauer. Vor allem die zerklüfteten Felsen und unterirdischen Höhlen ziehen uns immer wieder in den Bann. Und natürlich kann man beim Schnorcheln auf Mallorca auch viele Fische, Seesterne, Seeigel und wenn man Glück hat sogar Rochen und Muränen beobachten. Wir verraten euch hier, wo wir am liebsten schnorcheln gehen und worauf ihr achten müsst, wenn ihr mit euren Kindern unterwegs seid.

1. S’Illot

Der Strand von S’Illot hat alles, was es für ein Schnorchelabenteuer braucht. Zum einen wäre das steiniger Untergrund. Denn da tummeln sich erfahrungsgemäß mehr Fische als auf Sand. Zum anderen befindet sich in Strandnähe eine kleine Höhle. Das Highlight ist aber fraglos die Insel, die sich nur wenige Schritte, oder auch Schwimmzüge, vom Ufer entfernt befindet.

Strand S'Illot Halbinsel Victoria Alcudia

Dort können kleine Entdecker weiter forschen, wenn ihnen die Unterwasserwelt zu langweilig geworden ist.  Das Wasser bis zur Insel ist sehr flach. Man kann dort auch hinlaufen. Weshalb sich der Strand auch gut zum Schnorcheln mit noch unsicheren Schwimmern eignet.

Erreichbar ist S’Illot von Alcúdia aus. Es gibt einen kleinen Parkplatz, eine Bar und viele Picknick Möglichkeiten.

2. Cala Rotja

Auch wenn uns Jenny vom Reiseblog weltwunderer.de gebeten hat, es nicht zu verraten, machen wir es doch. Und hoffen sie ist uns nicht allzu böse. Aber die Cala Rotja ist einfach zu schön, um sie nicht zu erwähnen. Zur Bucht in der Nähe von Canyamel gehören zwei Badebereiche. Einer davon mit grobem Sand, der andere steinig.

Cala Rotja

Die Strömungen hier können, wenn der Wind schlecht steht, etwas anstrengend sein. Weshalb ihr dann, aber auch sonst, besonders wachsam bleiben müsst. Kleinere Schnorchler bleiben am besten in der Nähe des Ufers. Bereits dort gibt es sehr viele Fische zu beobachten. Erfahrenere Schwimmer können südwärts schwimmen und mehrere Tunnel, eine Unterwasserhöhle und viele Spalten und Bögen entdecken. Teilweise wird es bis zu 20 Meter tief.

Touristisch erschlossen ist die Cala Rotja nicht. Es sind vorrangig Einheimische, die hier herkommen. Dementsprechend gibt es keinen touristischen Luxus. Aber ein sehr nettes Restaurant direkt über der Bucht.

3. Cala Santanyi

Einer unserer Hausstrände. Und ein sehr familienfreundlicher dazu. Leider im Sommer durch die Hotels in Strandnähe auch etwas überlaufen. Zum Schnorcheln auf Mallorca ist er jedoch eine gute Wahl. Denn zum einen befindet sich direkt am Strand eine Tauchschule, die man bei Fragen und Unsicherheiten kontaktieren kann und die euch auch das notwendige Equipment ausleihen kann.

Schnorcheln auf Mallorca: Cala Santanyi

Zum anderen gibt es an den felsigen Rändern mehrere Höhlen und damit sehr viel zu entdecken. Auch ganz kleine Kinder können sich im knietiefen Wasser in einer kleinen Seitenbucht am Schnorcheln probieren.

Ideal ist Cala Santanyi für Familien, bei denen aus Altersgründen nur ein Teil der Familie tauchen gehen kann. Der andere Teil entspannt in der Zwischenzeit am Sandstrand. Das touristische Angebot vor Ort ist sehr komplett. Auch für die Einkehr, sprich Eiskonsum, wird gesorgt.

4. Punta Negra

Direkt auf der Landzunge mit dem Namen Punta Negra liegt ein Hotel, dass es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Zugang zu den Stränden möglichst schwer zu gestalten. Ist man kein Hotelgast, muss man weitläufig um das Hotelareal herum, um zuerst an den Sandstrand und dann zur Steinbucht zu gelangen.

Der Strand an der Punta Negra

Trotz des direkten Zuganges vom Hotel, sind nur wenige Besucher in der steinigen Bucht zu finden. Vollkommen zu Unrecht. Denn hier kann man wundervoll schnorcheln, auch im flachen Wasser. Für noch mehr Abenteuer gibt es eine Felsspalte. Die Jugend von Calvia und Umgebung springt im Sommer hier auch gerne von den Felsen.

Direkt an den Buchten gibt es keine touristischen Extras. Im Hotel gibt es eine Tauchschule, bei der man sich bei Zweifeln Rat holen kann.

5. Calo d’en Monjo

Sir Peter Ustinov war bereits hier. Allerdings nicht zum Schnorcheln, sondern zum Arbeiten. Er drehte in der Bucht den Film „Das Böse unter der Sonne“. So schlecht ist es allerdings nicht. Sie ist zwar sehr steinig, aber auch sehr geschützt. Für Mini-Schnorchler gibt es Höhlen. Größere Leute schwimmen auch schon einmal etwas weiter bis zu einer Bootsgarage oder gar in Richtung offenes Meer.

Die Region ist touristisch zwar gut erschlossen, Caló d’en Monjo ist davon aber ausgenommen. Touristische Infrastruktur darf man hier nicht erwarten. Die findet man jedoch wenige Meter weiter in Cala Fornells, wo man auch Parken muss.

Wer sich noch ein wenig mehr bewegen möchte, kann zum alten Wachturm auf dem Cap de Andritxol wandern.

Mehr zur Bucht Caló d’en Monjo haben wir hier aufgeschrieben.

6. Cala Estellencs

Mallorca hat alles. Berge und Meer. Auch beides zugleich. Zum Beispiel in Cala Estellencs. Die marine Fauna ist auf dieser Seite vielseitiger als anderswo. Weshalb am Wochenende auch viele Einheimische zum Tauchen und Fischen herkommen. Optisch wird das ganze noch so richtig schön durch die vielen in den Fels gebauten Bootsgaragen.

9 Strände im Westen Mallorcas: Cala Estellencs

Für das leibliche Wohl wird in der Cala Estellencs für alle die Fische nur ansehen und nicht fangen zumindest im Sommer gesorgt. Dann hat die kleine Bar auf dem Felsvorsprung über der Bucht geöffnet. Der Zugang zur Bucht ist leicht, allerdings 20 Minuten vom Parkplatz entfernt. Wir haben das mit einer kleinen Wanderung durch den malerischen Ort verbunden.

7. Cala Deia

Deià, das Künstlerdorf im Tramuntanagebirge kennt man zumindest von der Durchfahrt. Anhalten lohnt sich. Denn nur wenig unterhalb befindet sich die gleichnamige Bucht. Sie ähnelt der Cala Estellencs und ist gleichzeitig komplett anders.

Mallorca für Kinder Cala Deiá

Im glasklaren Wasser können in Ufernähe auch kleinere Kinder schnorcheln. Größere schaffen es bis an die Felsvorsprünge, auf denen gerne Möwen sitzen. Was bedeutet, dass es da viele Fische gibt.

Für die Verpflegung wird hier gleich an zwei Stellen gesorgt. Parken ist theoretisch direkt am Strand möglich, jedoch sehr teuer. Immer noch kostenpflichtig, aber angemessener kann man im Ort parken. Auch hier kann man den Ausflug mit einer kleinen Wanderung verbinden.

Bonus: Cabrera

Zwar ist Cabrera eine eigene Insel, gehört aber geografisch zu Palma und kann demnach erwähnt werden, wenn es um Schnorcheln auf Mallorca geht. Von allen Spots ist das hier der beste. Das gesamte Archipel steht unter Naturschutz. Die Anzahl der Besucher und Schiffe, die im geschützten Bereich verkehren können, sind streng geregelt. Die Tier- und Pflanzenwelt unter Wasser dementsprechend ursprünglich und vielseitig. Einige Fische sind sogar so zutraulich, dass sie einen um die Beine schwimmen.

Schnorcheln auf Mallorca

Einige Nachteile gibt es aber trotzdem. Der Ausflug ist nicht gerade günstig. Und vor Ort gibt es außer einem kleinen Restaurant und einigen Rangern kaum Zivilisation. Und somit auch nur wenige Schattenplätze. Trotzdem empfehle ich den Besuch Cabreras immer wieder gerne. Denn selbst im ganz flachen Wasser können kleinere Kinder viele Fische beobachten. Auf der Rückfahrt gibt es einen Stopp zum Schnorcheln in der Blauen Grotte.

Wir erzählen hier alles, was wir wissen zu Cabrera und dem Ausflug dorthin.

Schnorcheln mit Kindern

Wie auch bei allen anderen Aktivitäten selbstverständlich sein sollte: Die Sicherheit geht vor. Und das bezieht sich zum einen auf die Ausrüstung und zum anderen auf die Auswahl der Bucht, an ihr schnorcheln geht. Wir sind keine Profis. Falls ihr deren Meinung hören wollt, wendet euch an eine der vielen Tauchschulen, die es in allen touristisch erschlossenen Buchten gibt. Hier im folgenden nur unsere Erfahrungswerte und Meinung.

Ausrüstung

Hier sollte man auf keinen Fall sparen. Zwar werden in jedem Souvenir und Supermarkt in Meeresnähe Schnorchelsets für alle Altersgruppen angeboten. Die sind in der Regel recht günstig. Aber gerade beim Mundteil ist es wichtig, dass die Teile hochwertig sind und nicht beim ersten festen Biss kaputtgehen und im schlimmsten Fall zu Erstickungsgefahr führen.

Auch ist die Größe des Schnorchel sehr wichtig. Ist der zu lang oder zu dick kann es zu Pendelatmung und Bewusstlosigkeit kommen! Deswegen ist eine qualitative Ausrüstung wirklich wichtig. Worauf genau es ankommt, wissen die Profis von tauchermaske.de

Schnorcheln auf Mallorca

Es sollte auch klar sein, dass die Kinder alleine schwimmen können. Nur wenn sie sich sich selbständig und sicher im Wasser bewegen und dort auch wohlfühlen, macht Schnorcheln mit Kindern Spaß. Eigentlich unnötig zu erwähnen, der Vollständigkeit halber aber doch: Nie unbeaufsichtigt.

Wenn ihr in steinigen Buchten schnorchelt, ist es außerdem ratsam, nicht barfuß ins Wasser zu gehen. Kommen eure Kinder mit Flossen klar, bieten sich diese an. Im seichten Wasser empfehlen sich Tauchschuhe.

Karte: Schnorcheln auf Mallorca

Zum Weiterlesen

Zum Einstieg in das Thema Strände auf Mallorca empfehlen wir diesen Beitrag.

Wenn ihr bereits wisst, was ihr sucht, haben wir vielleicht hier das passende für euch:

Schnorcheln auf Mallorca

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5 Kommentare

  1. Danke, für die guten Tipps. In zwei der Buchten war ich selbst auch immer ganz gerne Schnorcheln. Aber die anderen werde ich mir für das nächste Mal Urlaub auf jeden Fall vormerken. 🙂

Kommentare sind geschlossen