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Bootstour nach Cabrera: Unberührte Strände & Blaue Grotte

Ich möchte dir ein besonderes Ausflugsziel auf Mallorca vorstellen, weg vom Massentourismus, aber voller Natur, Geschichte und türkisblauem Wasser. Auf die Insel Cabrera, die im größten maritimen Naturschutzgebiet Spaniens liegt und ist ein echtes Paradies für Schnorchel-Fans ist. Der Besuch lohnt sich vor allem, wenn du Mallorca einmal von einer ganz anderen Seite erleben möchtest: ruhiger, wilder und deutlich naturbelassener. Schon die Bootsfahrt lohnt sich.

Burganlage

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Zu den Highlights der Insel gehören die Blaue Grotte, die kleinen Badebuchten, die Wanderwege durch das Naturschutzgebiet, freche Eidechsen und die zahlreichen Fische, die selbst in Ufernähe zu beobachten sind. Nach Cabrera gelangst du ausschließlich per Boot. Die meisten Ausflüge starten in Colònia de Sant Jordi, inzwischen werden aber auch Touren ab Palma angeboten. Da die Besucherzahl streng begrenzt ist, solltest du deine Tickets vorab reservieren.

Cabrera auf einen Blick

  • Wichtig: Besucherzahl pro Tag begrenzt, hier rechtzeitig reservieren
  • Lage: Nationalpark südlich von Mallorca
  • Anreise: Nur per Boot ab Colònia de Sant Jordi oder Palma
  • Fahrzeit: Je nach Anbieter ca. 30–60 Minuten
  • Besuch: Tagesausflug oder Übernachtung in der Herberge möglich
  • Highlights: Blaue Grotte, Schnorcheln, Burg, Wanderwege und Naturstrände
  • Besonders bekannt für: Klares Wasser, Eidechsen, Fischreichtum und geschützte Natur
  • Für Familien geeignet: Ja, besonders für naturbegeisterte Kinder

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Die schönsten Sehenswürdigkeiten und Highlights auf Cabrera

Cabrera ist weit mehr als nur ein Tagesausflug. Die kleine Insel im Nationalpark verbindet unberührte Natur, kristallklares Wasser und spannende Geschichte. Die meisten Besucher kommen wegen der Blauen Grotte und der hervorragenden Schnorchelmöglichkeiten. Doch auch Wanderwege, historische Bauwerke und einige überraschende Geschichten begegnen dir hier.

Die Blaue Grotte: Cabreras bekanntestes Naturhighlight

Blaue Grotte

Für viele Besucher ist die Blaue Grotte der Höhepunkt des gesamten Ausflugs. Fast alle Bootstouren legen auf dem Rückweg von Cabrera hier einen Badestopp ein.

Das Besondere ist nicht die Größe der Höhle, sondern das intensive Blau des Wassers. Durch den Lichteinfall entsteht ein fast unwirklicher Farbeffekt, der sich deutlich von den ohnehin schon klaren Buchten Mallorcas unterscheidet. Wer die Möglichkeit hat, sollte unbedingt ins Wasser springen. Mit Schnorchel und Taucherbrille wirkt die Höhle noch beeindruckender.

Strände und Schnorcheln auf Cabrera

Der Strand
Cabrera: Schnorcheln auf Mallorca

Wer Cabrera besucht, sollte nicht nur Badebekleidung, sondern auch eine Schnorchelausrüstung dabeihaben. Die kleinen Buchten rund um den Hafen gehören zu den schönsten Orten der Insel.

Besonders beliebt sind Sa Platgeta und s’Espalmador. Die Strände bestehen aus Sand, sind aber stellenweise von Kies und Steinen durchsetzt. Für Kinder können daher Badeschuhe sinnvoll sein.

Unter Wasser zeigt sich, warum Cabrera als eines der besten Schnorchelreviere Mallorcas gilt. Bereits in Ufernähe schwimmen zahlreiche Fische durch das klare Wasser. Mit etwas Glück lassen sich Muränen, Tintenfische oder sogar Meeresschildkröten beobachten.

Die Balearen-Eidechsen: Cabreras heimliche Stars

Nicht nur unter Wasser gibt es auf Cabrera viel zu entdecken. Kaum verlässt du den Hafen, begegnen dir die kleinen Balearen-Eidechsen, die auf der Insel nahezu überall anzutreffen sind.

Die Tiere sind erstaunlich zutraulich und haben offensichtlich gelernt, dass Besucher oft etwas Essbares dabeihaben. Es ist keine Seltenheit, dass sie neugierig auf Mauern, Bänke oder sogar auf abgestellte Rucksäcke klettern. Gerade Kinder sind von den kleinen Reptilien sofort begeistert.

Trotz ihrer Vertrautheit solltest du die Eidechsen nicht anfassen oder füttern. Sie gehören zu den geschützten Arten des Nationalparks und kommen in dieser Form nur auf den kleinen Inseln der Balearen vor. Die Ranger weisen regelmäßig darauf hin, genügend Abstand zu halten und die Tiere nicht an menschliche Nahrung zu gewöhnen.

Die Burg von Cabrera

Die Burg von Cabrera

Hoch über dem Hafen erhebt sich die mittelalterliche Burg von Cabrera. Sie gehört zu den markantesten Bauwerken der Insel und bietet einen der schönsten Ausblicke über den Nationalpark.

Die Festung wurde Ende des 13. Jahrhunderts errichtet und diente über Jahrhunderte als Teil des Verteidigungssystems gegen Piratenangriffe. Piraten nutzten Cabrera immer wieder als Zwischenstation für ihre Überfälle auf Mallorca. Deshalb wird die Insel bis heute gelegentlich als Pirateninsel bezeichnet.

Der Wachposten auf der Burg war der am besten bezahlteste des gesamten Königreichs Mallorca. Aber auch derjenige, von dem die wenigsten Soldaten lebend nach Hause kamen. Noch lange nach der Piratenzeit nutzten Schmuggler die verlassene Insel, um Diebesgut zu verstecken. Man erzählt sich, dass sogar Diktator Franco die Insel nutzte, um hier Antibiotika zu verstecken.

Der kurze Aufstieg lohnt sich nicht nur wegen der Geschichte, sondern auch wegen des Panoramablicks über Hafen, Buchten und das offene Mittelmeer.

Wandern auf Cabrera

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Cabrera ist keine Wanderinsel im eigentlichen Sinne. Jedoch gibt es auch hier einige Routen, die du erkunden kannst. Wichtig dabei ist bei Tagesausflügen, die eigene Fitness und die der Kinder nicht zu überschätzen. Ihr müsst zur vereinbarten Zeit zurück am Boot sein. Einige Wanderstrecken sind zudem nur mit Führung der Ranger machbar.

Touren zum Wandern auf Cabrera:

  • Vom Hafen bis zum Leuchtturm N’Ensiola auf der südwestlichen Landzunge sind es 5,5 Kilometer. Die Dauer des Hin- und Rückweges wird mit fünf Stunden angegeben.
  • Die Wanderung zu Na Picamosques ist genauso lang und geht nach Westen zur höchsten Erhebung der Insel. Sie ist geführt und muss im Informationsbüro am Hafen angemeldet werden.
  • Ebenfalls von Rangern geführt wird die Wanderung zur Sierra del Canal de Ses Figueres. Sie ist 8,5 Kilometer lang und dauert ungefähr 2.5 Stunden.
  • Die Tour zu Ses Sitges führt hinter der Burg in den unbekannten Teil der Insel, wo einige versteckte Buchten und Reste von Zivilisation in Form von Köhlerhütten und Kalkbrennöfen zu finden sind. Auch diese Wanderung muss im Informationsbüro angemeldet werden.

Weitere Sehenswürdigkeiten und historische Orte

Seemannsfriedhof auf der Insel Cabrera

Neben Natur und Badebuchten besitzt Cabrera auch eine überraschend bewegte Geschichte.

Direkt unterhalb der Burg befindet sich der kleine Seemannsfriedhof. Dort liegen unter anderem französische Soldaten begraben, die während des Spanischen Unabhängigkeitskrieges auf Cabrera interniert wurden.

An diese tragische Zeit erinnert auch das Kreuz der Franzosen. Nach der Niederlage Napoleons wurden rund 12.000 französische Kriegsgefangene auf die Insel gebracht und weitgehend sich selbst überlassen. Nur ein Teil von ihnen überlebte die Jahre auf Cabrera.

Wer tiefer in die Geschichte der Insel eintauchen möchte, kann außerdem das Museum Es Cellar besuchen. Die Ausstellung informiert über die Fischerei, archäologische Funde und die Entwicklung des heutigen Nationalparks.

Wie kommt man von Mallorca nach Cabrera?

Nach Cabrera gelangst du ausschließlich mit dem Boot. Die meisten Ausflüge starten in Colònia de Sant Jordi im Süden Mallorcas. Die Besucherzahl auf Cabrera ist begrenzt, weshalb du Tickets früh reservieren solltest. Ich verrate dir gleich, wie du dabei etwas Geld sparen kannst.

Mit Kajak, SUP oder anderen Wasserfahrzeugen darf die Insel nicht einfach angesteuert werden. Wer mit dem eigenen Boot nach Cabrera fahren möchte, benötigt eine Genehmigung und darf nur an den dafür vorgesehenen Bojen festmachen.

Möglichkeiten für die Anreise:

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Kann man auf Cabrera übernachten?

Ja. Auf Cabrera gibt es eine einfache Herberge in der Nähe der Bucht Sa Platgeta. Hotels, Ferienwohnungen oder Campingplätze existieren auf der Insel nicht.

Cabrera

Die Unterkunft bietet Platz für maximal 12 Personen und wird über die Verwaltung des Nationalparks vergeben. Da die Kapazitäten sehr begrenzt sind, solltest du deinen Aufenthalt möglichst früh reservieren.

Der Aufenthalt ist auf zwei Nächte beschränkt und muss rechtzeitig über eine etwas komplizierte und spanische Seite beim Balearischen Ministerium zum Schutz der Natur reserviert werden.

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Die häufigsten Fragen zum Inselbesuch

Wie kommt man von Mallorca nach Cabrera?

Du erreichst Cabrera nur per Boot. Täglich fahren in der Saison (April bis Oktober) Ausflugsboote ab Colonia de Sant Jordi. Wichtig: Du musst im Voraus buchen, da die Besucherzahl pro Tag begrenzt ist.

Ist Cabrera bewohnt?

Nein, man kann nicht auf Cabrera wohnen. Einzig die auf der Insel arbeitenden Parkranger des Naturschutzgebietes haben einfache Unterkünfte.

Kann man einen Kinderwagen mitnehmen?

Bedingt. An einigen Stellen ist ein Kinderwagen eher hinderlich. Gerade bei ganz kleinen Kindern lohnt es sich aber, ihn mitzunehmen. Vorher mit den Bootsunternehmern absprechen.

Kann man auf Cabrera Urlaub machen?

Nur eingeschränkt. Auf Cabrera gibt es weder Hotels noch Ferienwohnungen. Die meisten Besucher kommen für einen Tagesausflug von Mallorca auf die Insel. Wer länger bleiben möchte, kann in der kleinen Herberge des Nationalparks übernachten, die jedoch nur wenige Plätze hat.

Was kann man auf Cabrera machen?

Die beliebtesten Aktivitäten auf Cabrera sind Schnorcheln, Baden, Wandern und der Besuch der Blauen Grotte. Außerdem kannst du die Burg von Cabrera besichtigen, die Balearen-Eidechsen beobachten oder mehr über die Geschichte des Archipels erfahren.

Lohnt sich ein Besuch auf Cabrera?

Ja, besonders wenn du Mallorca abseits der großen Touristenorte erleben möchtest. Cabrera bietet unberührte Natur, kristallklares Wasser, eine beeindruckende Unterwasserwelt und deutlich mehr Ruhe als viele andere Ausflugsziele der Insel.

Zum Weiterlesen

Möchtest du vor oder nach deinem Besuch mehr über die Tierwelt und den Nationalpark erfahren, lohnt sich ein Abstecher ins Besucherzentrum von Cabrera in Colònia de Sant Jordi. Dort erwarten dich ein kleines Aquarium, Ausstellungen zur Unterwasserwelt und Hintergrundinformationen zur Geschichte des Archipels.

Zum Artikel über das Aquarium und Besucherzentrum in Colònia de Sant Jordi.

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Damaris: Autorin, Mutter & Mallorca-Insiderin

Ich bin Damaris

Seit 2005 auf Mallorca – widerwillig angekommen, begeistert geblieben. Hier teile ich ehrliche Erfahrungen, Tipps und Einblicke rund ums Leben auf der Insel. Mehr über mich erfahren

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