Cala Figuera Strand im Norden


Der naturbelassene Cala Figuera Strand auf der Halbinsel Formentor ist im Winter wahrscheinlich der einsamste Ort auf Mallorca. An den harschen Felsklippen arbeitet sich das Meer ab und die Winde wehen aus allen Himmelsrichtungen. Im Sommer geht es auf der Meerseite ruhiger zu. Dafür verirren sich aber auch mehr Menschen in die Bucht. Zum Schnorcheln und Bewundern der eindrucksvollen Kulisse zwischen Bergen und Meer.

Cala Figuera Strand am Cap de Formentor

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Cala Figuera gibt es einige auf Mallorca. Und auch Strände mit dem Namen. Von den drei Orten mit diesen Namen ist der Strand Cala Figuera im Norden auf der Halbinsel Formentor wahrscheinlich der unbekannteste. Dabei ist die Bucht ein sehr idyllischer Ort, an dem ihr bei schönem Wetter schnorcheln oder picknicken und bei tieferen Temperaturen die raue Natur bestaunen könnt.

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Warum ein Besuch des Strandes Cala Figuera lohnt

Der im hohen Norden gelegene Strand Cala Figuera gehört in unseren Augen zu den schönsten Naturstränden auf Mallorca. Die Meeresbucht, die sich in Form eines U in das Land drückt, wird von hohen Bergen und steilen Klippen gerahmt. Das Wasser ist, sofern das Meer ruhig bleibt, unwirklich blau und klar. Im Hintergrund liegt El Fumat, ein 334 Meter hoher Berg und zwei weitere große Felsen. Eine einzigartige, wildromantische und ruhige Szenerie, die so nur an wenigen anderen Stellen auf der Insel zu finden ist.

Verwechslungsgefahr: Cala Figuera ist auch ein Fischerdorf im Südosten Mallorcas und ein kleinerer Strand mit gleichnamiger Halbinsel im Südwesten.

Cala Figuera Strand am Cap de Formentor bei Pollença

Ein kleines Manko gibt es dann aber doch: Der Cala Figuera Strand ist nicht so leicht erreichbar. Selbst in der Hochsaison, wenn es auf der Straße zum Cap de Formentor nicht selten zu einem Verkehrskollaps kommt, ist es in der Bucht meistens ruhig. Wenn ihr wilde und unberührte Natur abseits des Touristenrummels schätzt, seid ihr in der Cala Figuera an der richtigen Adresse.

Bestens geeignet ist die Bucht zum Schnorchel. Denn auf dem steinigen Meeresboden tummeln sich viel mehr Fische, als an Sandstränden, wo es keinerlei Verstecke für sie gibt. Auch der Einstieg ist steinig. Weshalb Schwimmschuhe immer eine gute Idee sind, obwohl die Steine in der Cala Figuera eher größer und vor allem sehr rundgeschliffen sind. Zur Not geht es auch ohne Schuhwerk. Zumindest so lange keine Seeigel auf Besuch sind.

Cala Figuera de Formentor
Cala Figuera Strand

Eine touristische Infrastruktur gibt es an dem etwa 50 Meter langen Strand logischerweise nicht. Wie es an allen Naturstränden gang und gäbe ist, findet ihr hier keine Duschen, Bars und Restaurants. Auch Rettungsschwimmer sucht ihr vergebens. Weshalb ihr besonders bei bewegtem Meer vorsichtig sein solltet.

Es gibt zwei Dinge, die ihr bei eurem Besuch an der Cala Figuera de Formentor auf jeden Fall untersuchen solltet. Zum einen ist das der alte Bunker, der etwas abseits des Strandes liegt. Ihr kommt dort leicht hin und auch ziemlich leicht hinein. Besonders für Kinder sind diese Art von Mikroabenteuern immer ein Highlight. Sehr kleine und dünne Personen müssen noch nicht einmal klettern. Sie passen durch den Schießschacht.

Cala Figuera de Formentor
Cala Figuera de Formentor

Eine weitere nette Kulisse findet ihr auf der linken Seite der Bucht. Dort gibt es einige (sehr rutschige) Bootsrampen und einen improvisierten Unterstand für Boote, der mit Palmenblättern bedeckt ist. Mit dem klaren, blauen Meer im Hintergrund bekommt ihr hier sehr tolle Fotos.

Cala Figuera: Anfahrt und Parken

Es gibt zwei Szenarien, um zum Strand von Cala Figuera de Formentor zu gelangen. Die eine, einfache Möglichkeit ist nur in den Wintermonaten, also von November bis April, sinnvoll. Dann ist es möglich, mit dem eigenen Auto nah an den Strand heranzufahren.

Ab Pollença geht es Richtung Cap de Formentor. Bei Kilometer 12 an dieser Straße geht nach links ein breiter Forstweg ab. Theoretisch könnte man den wohl sogar bis unmittelbar oberhalb des Strandes fahren. Wir wollten unserem Auto diesen doch recht holprigen Weg nicht zumuten. Günstiger ist es, die knapp 1,5 Kilometer zu laufen. Die Strecke hat nur wenig Gefälle und ist leicht zu laufen.

Cala Figuera de Formentor

Etwas abenteuerlicher, aber kürzer, ist der Abstieg von der Zufahrtsstraße auf Höhe des Abzweiges zur Cala Murta. Dort geht es circa einen Kilometer durch unbefestigtes, felsiges Gelände zum Strand hinab. Feste Schuhe sind notwendig und eventuell auch lange Kleidung, denn die Büsche stehen eng und tief. Der Weg ist nicht ausgeschildert, aber ich beschreibe ihn ausführlich in unserem Buch Naturzeit mit Kindern: Mallorca.


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In den Sommermonaten ist die Anfahrt zum Strand der Cala Figuera mit eigenem Auto nicht ganz so leicht möglich. Denn zwischen Juni und September ist die Zufahrt zum Cap de Formentor für PKWs zwischen 10 und 18 Uhr gesperrt. Dafür fährt aber ab Port de Pollença ein Bus, der an allen interessanten Punkten, und somit auch an den Zugängen zur Cala Figuera, stoppt.

Sehenswertes in der Nähe

Der Strand Cala Figuera gehört zur Gemeinde von Pollença und in dieser gibt es eine Menge von großen und kleinen Sehenswürdigkeiten. Hier ein kurzer Überblick

Auf dem Weg zum Cap de Formentor

Ich habe bereits in meinem Hauptartikel zum Cap de Formentor geschrieben, dass ich den Leuchtturm als Ausflugsziel überschätzt finde. Die zwar spannende, aber enge Straße endet am Leuchtturm, wo es abgesehen vom Turm selbst, nur viel Wasser, teuren Kaffee, sehr viele Menschen und einige Ziegen gibt.

Aussichtspunkt Cap de Formentor
Cap de Formentor: Aussichtspunkt

Die schöneren Aussichtspunkte liegen auf dem Weg zum Leuchtturm. Zum einen ist das der Mirador Es Colomer. Weitaus schöner und unser Favorit ist der alte Piratenturm Talaia d’Albercutx, der als Teil der Wachtürme auf Mallorca über Pollença und dem Strand Platja de Formentor thront.

In und um Pollença

Pollença ist eine hübsche, nicht allzu überlaufene Stadt, die ebenfalls einen Zwischenstopp lohnt. Nicht nur das historische Zentrum mit der bekannten Treppe auf den Kalvarienberg lädt zum Flanieren ein. Auch die Wanderung auf den Puig de Maria ist sehr empfehlenswert und selbst mit kleinen Kindern machbar.

Umrahmt wird die Stadt von zahlreichen weiteren Stränden. Zum einen ist da das ehemalige Fischerdorf Cala Sant Vicente, an dem ihr an drei Stränden baden oder zu einem alten Munitionstunnel in den Bergen wandern könnt.

Cala Sant Vicente
Cala Boquer Wanderung

Und dann gibt es auch noch die Cala Boquer, eine weitere naturbelassene Bucht, in deren Nähe sich die Ursprünge der ersten Besiedlung Mallorcas befinden. Die Urzeitsiedlung Bocchoris ist die älteste dieser Art auf der gesamten Insel. Die Wanderung zur Cala Boquer ist überschaubar und familiengeeignet.

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