Cala Figuera gehört zu den letzten Fischerdörfern auf Mallorca, in denen die Fischerei noch zum Alltag gehört. Statt einer Promenade mit Souvenirläden erwarten dich ein fjordartiger Naturhafen, weiße Bootsgaragen und Fischerboote, die am Nachmittag mit ihrem Fang zurückkehren. Der kleine Ort liegt im Südosten der Insel, nur wenige Minuten von Santanyí entfernt.

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Ich lebe seit über 20 Jahren in Santanyí und komme mit meinen Kindern regelmäßig nach Cala Figuera. Wir beobachten Fische und Krebse zwischen den Booten, holen uns ein Eis am Hafen und schauen den Fischern beim Ausladen ihres Fangs zu. In diesem Artikel nehme ich dich auf einen Spaziergang durch Cala Figuera mit, zeige dir die schönsten Ecken des Fischerdorfs, wo du in der Nähe baden kannst und worauf du bei deinem Besuch achten solltest.
Das Wichtigste zu Cala Figuera
- Lage: Südosten Mallorcas, bei Santanyí
- Bekannt für: Fjordartiger Naturhafen und aktive Fischerei
- Strand: Kein Sandstrand direkt im Ort
- Beste Tageszeit: 15–17 Uhr, wenn die Fischer zurückkehren
- Parken: Entlang der Straße und auf einem kleinen Parkplatz am Hafen
- Geeignet für: Spaziergänge, Fotografie und einen halben Tagesausflug
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Falsches Cala Figuera? Hier geht es zum Strand Cala Figuera de Formentor. Und hier zum Cap de Cala Figuera im Westen.
Anreise & Parken in Cala Figuera
Um nach Cala Figuera zu gelangen, fährst du über den Stadtring von Santanyí und folgst der Beschilderung. Im Ort gibt es keine großen Parkplätze, aber du kannst die Parkmöglichkeiten entlang der Straße nutzen.

Nach dem Spielplatz, kannst du links zum Hafen abbiegen. Bis zur Schranke besteht die Möglichkeit, entlang der Straße zu parken. Am gleichen Kreisverkehr, führt eine weitere Straße ab, die du an einer markanten Pinie in der Straßenmitte erkennst. Hinter dieser Pinie gibt es einen kleinen Parkplatz. Am Ende der Bucht finden auf dem offiziellen Parkplatz etwas mehr Autos Platz.
Falls du dir die Parkplatzsuche sparen willst: Cala Figuera ist sehr gut an das öffentliche Busnetz angeschlossen. Mit der TIB-Linie 516 gelangst du ganzjährig von Campos über Santanyí in das Fischerdorf.
Ein Spaziergang durch das Fischerdorf: Was du sehen solltest
Cala Figuera lässt sich nur zu Fuß erkunden. Plane für den Rundgang etwa ein bis zwei Stunden ein. Mit einer Pause am Hafen auch etwas länger.
Eltern-Tipp: Mit Kinderwagen durch den Hafen zu laufen ist möglich, aber sehr eng und rutschig. Tragt eure Kinder lieber.
Durch die Buchten am Hafen

Je nachdem, wo du einen Parkplatz findest, führen verschiedene Gassen und Treppen hinunter zum Hafen. Verlaufen kannst du dich kaum, am Ende führen alle Wege ans Wasser.
Dort angekommen, geht es zwischen den weißen Bootsgaragen und Fischerbooten ans Ende der Caló d’en Busquets, dem westlichen Arm und eigentlichen Teil des Hafens. Hier findest du das Anlegedock und auch eine kleine Markthalle mit Kühlkammern.
Fischer beim Ausladen des Fangs beobachten

Wenn du am späten Nachmittag kommst, kannst du genau in diesem Teil des Ortes, den Fischern beim Ausladen ihres Fangs zusehen. Dabei geht es recht wuselig zu. Mehrere Boote laufen ein. Der Fang wird in Plastikwannen gestapelt und mit alten Holzkarren in die Markthalle gebracht, wo er gewogen wird.
Neben Urlaubern sind auch immer viele Katzen vor Ort, die anders als die Besucher, immer etwas von Fang abbekommen. Ebenfalls einen Teil bekommen Komorane und Möwen, aber eher auf diebische Art.
Je nach Jahreszeit laufen die Fischerboote zwischen 15 und 17 Uhr ein. Genaue Zeiten gibt es nicht. Wind, Wetter und der Fang des Tages bestimmen, wann die Boote in den Hafen einlaufen.
In den abgelegeneren Teil des Ortes
Danach gehen wir meistens weiter, in den zweiten Hafenarm, die Cala d’en Boira. Das zieht sich immer ein wenig, weil an jeder Rampe Krebse, Fische und manchmal sogar Tintenfische beobachtet werden.
Die meisten Besucher brechen bereits vorher ab, weshalb es in diesem Teil deutlich ruhiger wird.
Auch wenn es zunächst wie eine Sackgasse wirkt, lohnt es sich weiterzugehen. Zwischen den letzten Häusern führt eine Treppe hinauf zu einer kleinen Straße. Von dort erreichst du den historischen Wachturm Torre d’en Beu aus dem 16. Jahrhundert und den modernen Leuchtturm direkt daneben.

Der Weg vom Hafen dauert etwa 15 bis 20 Minuten. Der Turm war einst Teil des mallorquinischen Küstenabwehrsystems und wird bis heute jedes Jahr im Januar bei der traditionellen Leuchtaktion der historischen Wachtürme einbezogen.
Die Aussicht über die Steilküste ist schön, aber kein absolutes Muss. Wenn es heiß ist oder die Kinder keine Lust mehr auf den Rückweg haben, kannst du den Abstecher guten Gewissens auslassen.
Zeit für eine Pause: Gute Restaurants & leckeres Eis
Nach dem Spaziergang ist es Zeit für eine Pause. Rund um den Hafen findest du mehrere Restaurants mit Blick auf die Fischerboote sowie verschiedene Möglichkeiten für ein Eis.
Als meine Kinder noch kleiner waren, war ein Eis meist das beste Argument für einen Ausflug nach Cala Figuera. Heute sind sie große, hungrige Teenager und wir kehren häufiger zum Essen ein.
Was ich gerne empfehle:
- Restaurante Pizzeria Es Port: Direkt am Anfang der Bucht mit schönem Blick über den Hafen. Auf der Karte stehen frischer Fisch, mallorquinische Gerichte und Pizza.
- Restaurante La Marina: Die älteste Bar des Ortes, heute ein beliebtes Restaurant mit gemütlicher Terrasse.
- Bar Restaurante Bon Bar: Große Eisauswahl und einer der schönsten Plätze, um die Fischerboote beim Einlaufen zu beobachten. Am schönsten sitzt du auf der Terrasse auf der Rückseite.
Wenn es nur ein Eis auf die Hand sein soll, bekommst du an der kleinen Theke Murmui an der Wendestelle vor der Hafenschranke Waffeln und Eis.
Zeit für eine Abkühlung: Wo kann man in Cala Figuera baden?
Einen Sandstrand gibt es in Cala Figuera nicht. Baden kannst du trotzdem: An mehreren Stellen, beispielsweise am Hotel Rocamar, führen Leitern direkt ins Meer.
Ich persönlich gehe hier allerdings nicht gerne schwimmen. Durch den Bootsverkehr sehe ich im Hafenbecken immer Ölreste und angeschwemmten Müll. Für eine kurze Abkühlung mag es gehen, für einen schönen Badetag würde ich aber lieber eine der Buchten in der Umgebung wählen.
Falls du eigentlich nach dem Strand Cala Figuera suchst: Der liegt nicht bei Santanyí, sondern auf der Halbinsel Formentor im Norden Mallorcas. Dazu habe ich einen eigenen Artikel geschrieben.
Die schönsten Strände in der Nähe
Wenn du nach dem Spaziergang noch baden möchtest, erreichst du mehrere der schönsten Strände im Südosten Mallorcas in wenigen Minuten.
Die Naturstrände im Naturpark Mondragó

Im Naturpark von Mondragó findest du drei fast naturbelassene Sandstrände. Besonders s’Amarrador ist ruhig und weitläufig.
Der Naturpark ist von Cala Figuera aus zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Auto zu erreichen.
Falls du mit dem Auto anreist, parkst du auf dem Parkplatz am Eingang des Parks. Der Parkplatz ist kostenpflichtig. Es sind circa zehn Minuten zu Fuß zum Strand s’Amarrador.
Cala Santanyi: Bucht mit viel Komfort

Die Cala Santanyí liegt nur 2,5 km entfernt und ist ideal für Familien und auch zu Fuß leicht auf Nebenstraßen zu erreichen. Der Strand ist touristisch perfekt erschlossen. Es gibt eine weitläufige Sandfläche und zahlreiche Verpflegungsmöglichkeiten am Strand.
Von hier startet auch die Klippenwanderung nach Cala Figuera. Die Wanderbeschreibung findest du auf der verlinkten Seite.
Cala Llombards: Ruhigere Badebucht

Die Cala Llombards ist etwas ruhiger und natürlicher. Es gibt nur eine kleine Strandbar und einen Liegenverleih. Die Anreise erfolgt über Santanyí und dauert etwas länger.
Kleine Abstecher führen zum Felsbogen Es Pontàs oder zu kleineren Felsen zum Springen.
Bootsausflüge ab Cala Figuera
Von Juni bis September fahren Glasbodenboote den Hafen an. Angeboten werden Touren zum Naturpark Mondragó und Küstentouren mit Badepausen.
Ein lokaler Anbieter bietet außerdem kleinere Bootsausflüge sowie Kajak- und Paddle-Surf-Verleih an.


Wenn du abgelegene Buchten wie Caló des Moro oder Caló des Marmols entdecken willst, ist das eine gute Möglichkeit.
Hier kannst du die Bootstouren reservieren.
Weitere Ausflugsziele in der Nähe
Wenn du deinen Besuch in Cala Figuera noch mit anderen Orten in der Nähe zu einem Tagesausflug verbinden möchtest, empfehle ich dir diese Ziele:
- Der Naturpark Mondragó
- Die charmante Kleinstadt Santanyí
- Die Kapelle Santuari de Consolació mit Panoramablick
- Alle Strände im Südosten
Häufige Fragen
Hat Cala Figuera einen Strand?
Nein. Im Ort selbst gibt es keinen Sandstrand. Zum Baden eignen sich Cala Santanyí, Cala Llombards oder der Naturpark Mondragó.
Wann kommen die Fischerboote in Cala Figuera an?
Je nach Saison zwischen 15 und 17 Uhr am Nachmittag.
Wo kann man in Cala Figuera parken?
Entlang der Zufahrtsstraße sowie auf einem kleinen Parkplatz am Hafen.
Wie kommt man nach Cala Figuera?
Mit dem Auto und öffentlichen Verkehrsmitteln über Santanyí.
Zum Weiterlesen
Auf der Suche nach anderen Hafenorten? Hier findest du die schönsten Fischerdörfer auf Mallorca.
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hola!
Wir machen seit Jahren im Sommer Urlaub in cala figuera.
Wann gibt es dieses Jahr die wunderschöne Oper in der cala de buesques? Und wo kann ich Karten dafür bestellen?
gracias,
susan bartsch aus Hamburg / Allemagne
Die Konzerte finden im Rahmen des Festival Internacional de Música de Santanyí statt, zwischen Juli bis September. In Cala Figuera idR rund um das Patronatsfest am 16. Juli. Tickets gibt es über Eventbrite.