Cala Mondragó: Wandern im Naturpark


Die Cala Mondrago ist mehr als nur ein Strand, sondern ein weitläufiges Naturschutzgebiet, das sich zum Wandern ebenso anbietet wie für einen Strandtag. Ihr findet hier fast naturbelassene Strände, Mandelbaumplantagen und alte Wehranlagen.

In dem mehr als 600 Hektar großes Naturschutzgebiet rund um die Cala Mondragó, dem Parc Natural de Mondragó sind drei fast naturbelassenen weißen Sandbuchten zu finden, fünf sehr einfache Wanderwege, Kiefernwälder in denen bedrohte Vogelarten wie der Milan brüten, einen Süßwasserteich in dem im Winter Flamingos pausieren, wildromantische Klippen und viel Meer. Kurz: Es gibt hier eigentlich alles, was ihr als Familie für einen abenteuerlichen Tagesausflug oder entspannten Strandtag braucht.

Cala Mondragó: Die Strände im Naturpark

Alle reden vom Strand Cala Mondragó, den gibt es auch, aber eigentlich heißt er anders. Nämlich Ses Fonts de N’Alis. Darüber hinaus gibt es aber noch zwei weitere Strände: die Bucht S’Amarador und die Caló d’es Borgit. Alle drei Strände sind untereinander leicht zu Fuß zu erreichen.

Der Strand Cala Mondragó (Ses Fonts de N’Alis)

Strand Cala Mondrago Font de n'Alis

Cala Mondragó ist der Hauptstrand des Naturparks und von allen drei Buchten am umfangreichsten ausgestattet. Der Parkplatz ist fußläufig leicht zu erreichen, für die Verpflegung sorgt eine kleine Strandbar. Rettungsschwimmer achten zwischen Mai und Oktober auf die Sicherheit der Badegäste. Es gibt hier Duschen und ein WC.

Direkt neben dem Strand gibt es ein kleines Picknickareal mit Holztischen und Bänken. Zwei der fünf Wandertouren starten hier. Als Familienstrand ist dieser Abschnitt gut geeignet, leider aber etwas überlaufen und unruhig. Es gibt kaum Rückzugsmöglichkeiten.

Der Strand S’Amarador

Strand S'Amarador im Naturpark Mondragó

Unserer Meinung nach der schönste der drei Strände, vor allem, weil er um einiges weniger bebaut ist, als die Cala Mondragó. Deswegen fehlt hier auch alles an Komfort. Der Parkplatz ist zwar immer noch relativ nah, und auch für die Verpflegung ist durch eine kleine Strandbar gesorgt.

Dafür fehlen jedoch andere Bequemlichkeiten, wie eine Toilette und zusätzliche Freizeitangebote. Dafür gibt es auch hier etwas abseits des Strandes eine kleine Zone mit Picknickbänken und Tischen. Besonders schön sind kleine Erkundungstouren in das Hinterland, einmal den Sturzbach entlang oder auch etwas weiter zu den landwirtschaftlich genutzten Teilen des Naturparks Mondragó.

Der Strand Calo d’es Borgit

Cala Mondrago: Calo d'es Borgit

Noch weniger ist in dieser kleinen Bucht los. Sie liegt etwas abseits und ist deutlich kleiner. Der kleine Sandstrand ist im Sommer sehr schnell voll, aber besonders in den Abendstunden in ein traumhaftes Licht getaucht. Die Bucht ist naturbelassen und hat keinerlei touristische Infrastruktur.

Ihr erreicht sie, wenn ihr in der Cala Mondragó den kleinen Trampelpfad hinter dem Picknickareal einschlagt. Oder entsprechend der Tourenkennzeichnung an der Küste entlang lauft.

Cala Mondragó: Wandern im Naturpark

Cala Mondrago: Wandern im Naturpark

Der Naturpark Mondragó eignet sich gut für einfache kurze Wandertouren mit Badepausen. Die Wege sind sehr gut beschildert. Insgesamt gibt es fünf Rundgänge, die alle leicht mit Kindern zu meistern sind. Von jedem der beiden Parkplätze sind es zwei. In der Mitte liegt Nummer fünf. Je nach verfügbarer Zeit, Ausdauer und Lust könnt ihr eine, zwei oder auch alle Rundgänge ablaufen.

Die leichteste Route befindet sich am Parkplatz von Ses Fonts de N’Alis. Praktischerweise ist das gleichzeitig auch der Weg vom Parkplatz zum Strand der Cala Mondragó. Außerdem befindet sich hier ein Informationspunkt, bei dem ihr euch für geführte Touren durch das Naturschutzgebiet anmelden könnt.

Rundgang 1: Aussichtspunkt Ses Fonts de n’Alis

Cala Mondrago: Wandern im Naturpark

Dieser Rundgang ist so leicht, dass er eigentlich gar nicht zählt. Statt vom Parkplatz Ses Font de n’Alis die asphaltierte Straße zu gehen, lauft ihr einen kleinen Umweg zum Strand. Der Spaziergang führt durch den Wald, vorbei an einem kleinen Aussichtspunkt und einem Brackwasser Teich, der mit Rundgang 1 am Strand endet. Insgesamt habt ihr dann 580 Meter zurückgelegt. Da geht noch was.

Rundgang 2: Volta a Sa Guardia d’en Garrot

Anders als die erste Route ist dieser Rundgang wirklich kreisförmig. Abwechselnd geht es von den hügeligen Pinienwäldern an die Küste. Wenn ihr am Strand steht, ist der Startpunkt der Tour linker Hand.

Es gibt drei Aussichtspunkte mit spektakulären Ausblicken. Einer davon ist ein ehemaliges Munitionslager. Nur die tapfersten Kinder gehen da hinein. Am besten mit Taschenlampe. Diese alte Militäranlage aus den 40er Jahren ist strategisch so platziert, dass man aus ihrem Inneren gut die Zufahrt in die Bucht überwachen konnte.

Noch früher, im 16. Jahrhundert, befand sich an gleicher Stelle ein geheimer Wachposten, der zum Überwachungssystem der Insel gehörte, welches die Anwohner im Umland vor Piratenangriffen warnen sollte. Ab dem 19. Jahrhundert wurden an dieser Stelle Schmugglerbanden aufgelauert. Und wer weiß, wer sich heutzutage dort so herumtreibt…

Wenn ihr weiter geht, gelangt ihr zu einer kleineren sandigen Bucht, der Es Caló des Borgit. Der Weg dorthin und wieder zurück zum Strand der Cala Mondragó ist knapp einen Kilometer lang.

Braucht ihr eine Badepause? Besser als der Strand Ses Font de n’Alis/ Cala Mondragó gefällt uns S’Amarador. Dort gibt zwar weder Tretbootverleih noch Hotel, dafür ist es da ein wenig ruhiger und weitläufiger. Kurz den Weg über die Klippen entlang und dann seid ihr auch schon dort.

Rundgang 3: Punta de ses Gatoves

Diese Route ist am besten vom Parkplatz S’Amarador, also aus Richtung Santanyí zu erreichen. Auf dem Weg zum Strand geht es, gut ausgeschildert, rechts weg auf einen kreisförmigen Spaziergang, der am Ende auch am Strand s’Amarador herauskommt.

Der Weg geht durch Kiefernwälder, die mit Wacholder und wilden Olivenbäumen gesäumt sind. Es gibt auch Überreste einiger alter Gebäude. Zum Beispiel einen alten Kalkofen. In diesen Trockensteingebilden wurde früher aus Kalkstein ungelöschter Kalk hergestellt. Alles was man brauchte, Kalk und Holz, fand man in unmittelbarer Nähe. Bei circa 800 Grad brannte der Kalk zehn bis zwölf Tage und wurde dann zu den Zielgebieten transportiert.

Dieser Rundgang ist 660 Meter lang und führt euch direkt an den Strand. Dort gibt es auch einen Bereich mit Picknicktischen. Falls der Hunger noch auszuhalten ist, lohnt es sich weiterzugehen. Denn es kommt noch eine bessere Picknick-Stelle.

Rundgang 5: S’Hort d’en Metge

Rundgang drei liegt hinter uns. Wo ist Nummer vier? Der kommt später, denn er führt zurück zum Parkplatz. Wir gehen zunächst einmal in die andere Richtung und gehen durch den Sand, bis fast auf die andere Seite der Bucht.

Dort geht hinter den Pinienbäumen der Rundgang los. Er führt euch vom Strand weg ins Landesinnere. Das Ganze ist nicht so spektakulär, wie die Wege an der Küste. Dafür laufen hier auch weniger Leute entlang. Es gibt viel Natur und Pflanzen zu sehen. Und jede Menge Mandelbäume.

Direkt an einer alten Bauernhütte steht inmitten eines Feldes voller Mandelbäume ein Picknicktisch. Dieser Rundgang sollte also auf jeden Fall zur Zeit der Mandelblüte auf Mallorca gelaufen werden. Mit einem Picknick unter den blühenden Bäumen.

Je nachdem wie lange das Picknick dauert, ist man nach einer halben oder einer ganzen Stunde, auf jeden Fall aber nach 1,2 km wieder am Strand zurück.

Rundgang 4: S’Amarador

Diesen Rundgang könnt ihr gehen, um vom Strand S’Amarador zum Parkplatz zu gelangen. Er beginnt an der kleinen Holzbrücke neben den Picknicktischen und führt euch über einen kleinen Umweg auf 600 Metern zurück zum Parkplatz.

Küstenentdeckungstour an der Cala Mondragó mit Kindern


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Triva zur Cala Mondragó

Das Palma Aquarium nutzt den Park gelegentlich, um in ihren Einrichtungen gepflegte Tiere wieder in die Wildnis zu entlassen. Viele bedrohte Arten, wie zum Beispiel heimische Landschildkröten und der Milan, wissen die Idylle ebenso zu schätzen, wie zahlreiche Urlauber.

Video

Kurz & Knapp

Anders als in anderen Erholungsgebieten gibt es im Naturschutzgebiet von Cala Mondragó keine Grillplätze. Es ist verboten offenes Feuer zu entzünden. Auch sollte es selbstverständlich sein, dass keine Art von Müll auf den Wegen zurückgelassen werden darf. Jeden Samstag werden Führungen durch Mondragó angeboten. Anmeldung im Infobüro des Parks oder telefonisch: +34 971 642 067

Öffnungszeiten des Infobüros: 9 bis 16 Uhr.

Anfahrt: Es gibt mehrere Wege, um in das Naturschutzgebiet zu gelangen. Der eine führt aus Richtung Felanitx, Porto Cristo oder Cala d’Or zum Strand Ses Fonts de N’Alis an der Ostseite des Parks. Der andere aus Richtung Palma und Santanyí führt zum Strand von S’Amarador. An beiden Stränden befinden sich Parkplätze.

Parkplätze: Beide Parkplätze sind kostenpflichtig. Einheitspreis von 5,- Euro für den gesamten Tag. Ab 17ºº Uhr nur noch 2,- Euro (es passiert nicht selten, dass der Gesamtbetrag verlangt wird).

Bus: Von Cala d’Or aus fährt ein Shuttlebus im Sommer in die Cala Mondrago.

WC: An beiden Parkplätzen sowie am Strand Ses Fonts de n’Alis.

Picknickplatz: Am Strand Ses Fonts de n’Alis und S’Amarador.

Kinderwagen: Nur bedingt von den Parkplätzen bis zu den Stränden. Die Rundgänge sind nicht für Kinderwägen geeignet.

In der Nähe: Kleinstadt Santanyí, Cala Llombards, Caló des Moro

Zum Weiterlesen


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