Valldemossa liegt mitten in den Bergen der Serra de Tramuntana und hat dennoch einen Hafen. Port de Valldemossa, von den Einheimischen auch Sa Marina genannt, liegt einige Kilometer unterhalb des bekannten Bergdorfs direkt am Meer. Für einen eigenen Tagesausflug ist der kleine ehemalige Fischerort zu wenig. Wenn du aber ohnehin vorhast, einen Tag in Valldemossa zu verbringen, ist er ein schöner Abstecher ans Wasser.

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Ich mag Port de Valldemossa sehr. Zwischen den alten Häusern führen Treppen und schmale Gassen hinunter zum Meer, vor der Küste ragen die Berge auf und alles wirkt ein wenig abgeschieden. Allerdings gibt es einen Haken: Die Anfahrt ist ein kleines Abenteuer. Ich persönlich fahre nur nach Port de Valldemossa, wenn mich jemand mitnimmt. Denn die wenigen Male, die ich selbst gefahren sind, waren sehr anstrengend.
Port de Valldemossa auf einen Blick
- Auch genannt: Sa Marina de Valldemossa
- Lage: an der Nordwestküste unterhalb von Valldemossa
- Zeit vor Ort: etwa 1–2 Stunden; länger zum Baden oder Essen
- Strand: kleine Bucht mit groben Kieselsteinen sowie Bademöglichkeit an der Mole
- Badeschuhe: empfehlenswert
- Schnorcheln: gut geeignet
- Parken: wenige Plätze entlang der Straße
- Mit Kindern: für einen kurzen Ausflug ja, als klassischer Familienstrand eher nicht
- Essen: kleine Auswahl an Restaurants; Picknick ist eine gute Alternative
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Anfahrt und Parken in Port de Valldemossa
Die wenigen Kilometer von Valldemossa hinunter zum Meer sehen auf der Karte zunächst harmlos aus. Die Straße Ma-1131 ist allerdings schmal, steil und kurvig. Vor allem bei Gegenverkehr wird es unangenehm, weil es nur wenige Stellen gibt, an denen zwei Fahrzeuge problemlos aneinander vorbeikommen.
Für mich ist das tatsächlich der größte Makel an Port de Valldemossa. Ich finde den kleinen Ort wunderschön, aber die Fahrt dorthin geht mir jedes Mal ziemlich an die Nerven. Im Sommer, wenn viele Besucher unterwegs sind, würde ich sie möglichst nicht zu den Stoßzeiten fahren. Große Reisebusse dürfen die Straße nicht nutzen, aber schon mit normalen Pkw kann es an engen Stellen schwierig werden.

Hinzu kommt, dass es an den steilen Felswänden immer wieder zu Steinschlag kommt. Die Straße wurde deshalb in der Vergangenheit zeitweise gesperrt.
Auch beim Parken gilt: Nimm lieber einen freien Platz, wenn du einen siehst. Die Parkmöglichkeiten liegen hauptsächlich entlang der Straße und sind begrenzt. Einfach immer weiter bis zum Wasser zu fahren, weil unten bestimmt noch etwas frei sein wird, ist keine besonders gute Strategie.
Was kann man in Port de Valldemossa machen?
Sa Marina war früher der Hafen der Fischer von Valldemossa. Heute ist es ein winziger Küstenort, durch den du einfach ein wenig schlendern kannst.
Schaue dabei nicht nur aufs Meer. Zwischen den Häusern führen kleine Treppen und Gassen den Hang hinauf. An den Fassaden entdeckst du die für Valldemossa typischen Fliesenbilder der heiligen Catalina Thomàs, die in Valldemossa geboren wurde. Zusammen mit den alten Häusern, Booten und dem Meer ergeben sich viele schöne Fotomotive.
Nach einem Rundgang könnt ihr ans Wasser. Einen klassischen Sandstrand gibt es leider nicht. Gebadet wird unter anderem von der betonierten Mole aus. Daneben liegt eine kleine Bucht mit recht groben Kieselsteinen. Ich würde deshalb unbedingt Badeschuhe einpacken.


Der felsige Untergrund macht die Küste zum Schnorcheln interessant. Wer nur kurz ins Meer springen und sich danach wieder auf den Weg machen möchte, ist hier meiner Meinung nach besser aufgehoben als jemand, der einen komfortablen Strandtag mit Handtuch, Sandspielzeug und mehreren Stunden Sonnenbaden plant.
Zum Abschluss kannst du direkt am Meer etwas essen. Die Auswahl ist überschaubar. Wir waren bei einem unserer Besuche in einem der Restaurants am Hafen. Unser Erlebnis war okay, hat mich aber nicht so begeistert, dass ich allein deshalb wiederkommen würde.
Insgesamt würde ich für den Besuch nicht mehr als ein bis zwei Stunden einplanen. Das reicht, um durch die Gassen zu laufen, den Hafen anzusehen und etwas Zeit am Wasser zu verbringen. Wenn ihr baden oder essen möchtet, könnt ihr natürlich länger bleiben.
Port de Valldemossa mit Kindern
Mit Kindern würde ich Port de Valldemossa eher als kleinen Ausflug ans Meer und weniger als Bade- und Strandausflug einplanen.
Bei einem unserer Besuche war unser jüngstes Kind noch nicht einmal ein Jahr alt und konnte noch nicht laufen. Dafür war die kleine Kieselbucht ziemlich unpraktisch. Die groben Steine sind weder zum Krabbeln noch zum gemütlichen Sitzen besonders angenehm. Ein paar Steine ins Wasser werfen geht aber natürlich immer, viel mehr Beschäftigung bietet die Bucht kleinen Kindern aber nicht.

Auch die Mole ist kein typischer Badeplatz für kleine Kinder. Wenn eure Kinder noch Schwimmhilfen benötigen, solltet ihr sie unbedingt mitbringen. Mit größeren Kindern kann der Abstecher trotzdem schön sein: ein bisschen durch die verwinkelten Gassen laufen, Boote anschauen, ins Meer springen oder mit Taucherbrille die felsige Küste erkunden.
Für mich funktioniert der Ort deshalb am besten genauso, wie wir ihn meistens besuchen: als Ergänzung zu Valldemossa. Erst durch das Bergdorf schlendern und anschließend, wenn ihr euch die kurvige Fahrt zutraut, hinunter ans Meer.
Und falls euch ein kurzer Abstecher nicht reicht: In Port de Valldemossa startet auch unsere Wanderung nach S’Estaca. Sie führt entlang der Küste zu der kleinen ehemaligen Fischersiedlung und ist eine ganz andere Möglichkeit, diese Ecke Mallorcas kennenzulernen.
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