Santanyi: Sehenswürdigkeiten & Strände

Santanyi ist einer der etwas ruhigeren und traditionelleren Urlaubsorte auf Mallorca. Zum Gemeindegebiet gehören neben vielen schönen Stränden auch raue, atemberaubende Natur und dichte Pinienwälder.

Santanyi: Sehenswürdigkeiten und Strände

Bekannt ist Santanyi auf der Insel vor allem für seinen Wochenmarkt. Über die Jahre hat dieser sich sowohl bei Einheimischen als auch Urlaubern einen guten Ruf erarbeitet. Daneben gibt es in dem Städtchen viele gute Restaurants, Geschäfte und viele Dinge zum Entdecken und Erleben. Hier stellen wir die besten Aktivitäten, Strände und Sehenswürdigkeiten in und um Santanyí vor.

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Santanyi: Geografie und Geschichte

Wie überall auf der Insel hinterließen auch in Santanyi viele Invasoren ihre Spuren, besonders jedoch die Römer und Araber. Im 16. Jahrhundert wurde speziell die Küstenabschnitte der Gemeinde immer wieder von [> Piraten] heimgesucht. Zwei Piratenwachtürme im Gemeindegebiet zeugen ebenso wie die Reste der hohen Stadtmauer von dieser Zeit und der damit einhergehenden Gefahr.

Ursprünglich wurde das Städtchen von den christlichen Eroberern Santi Agnini (das heilige Lamm) genannt. In der früheren Geschichte der Insel war in der Region vor allem für die Landwirtschaft ein wichtiger Standort. Aber auch die hier abgebauten Sandsteine, „Marés“ (beispielsweise beim Bau der [> Kathedrale in Palma] und dem Castell de Bellver verwendet), brachten der Stadt Insel-weites Ansehen.

Früher gehörte auch noch der Ort Ses Salines zum Gemeindegebiet. Heute ist Santanyi eine der 50 selbständigen Gemeinden Mallorcas. Zu ihrem Verwaltungsgebiet gehören neben zehn kleinen Ortschaften auch rund 35 Kilometern Küstenlinie und einige der schönsten Strände der Insel.

Ausflüge & Sehenswürdigkeiten in Santanyi

Santanyi Innenstadt und Kirche

Konkrete Sehenswürdigkeiten wie in Palma gibt es in Santanyi nicht. Es ist eher das Gesamtpaket, was sehenswert ist: ein noch recht authentischer mallorquinischer Ort mit alten Dorfhäusern und dem Rest einer Stadtmauer, die fast jeder Besucher durch die Porta Murada, das einzig verbliebene Stadttor betritt.

Charakteristisch ist auch die imposante Kirche Sant Andreu inklusive der renommierten Bosch-Orgel im Inneren. Deswegen kommen allerdings die wenigsten Tagesbesucher in das Städtchen. Der größte Besuchermagnet ist fraglos der Wochenmarkt, der jeden Mittwoch und Samstag stattfindet.

Cap de Ses Salines

Die kleine Halbinsel mit dem markanten Leuchtturm (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Ort) markiert den westlichsten Punkt der Gemeinde und den südlichsten Zipfel der Insel.

Cala s’Almunia

[> Hauptartikel: Caló des Moro]

Cala s'Almunia

Es Pontas

Zwischen den Buchten Cala Llombards und Cala Santanyí steht ein imposantes Naturkunstwerk einige Meter im Wasser. Das Felsentor (wortwörtlich übersetzt eigentlich „die Brücke“) ist ein Rest der Küste, die den Naturgewalten widerstanden hat.

Wer sich traut, kann mit trittsicheren Kindern vom Aussichtsplateau rechts nach unten klettern und die Höhle erkunden, dessen Eingang die Felsformation markierte bevor das Höhlensystem zusammenbrach.

Das Fischerdorf Cala Figuera

[> Hauptartikel: Eisessen und Krebse fangen in Cala Figuera]

Cala Figuera - Santanyi Mallorca mit Kindern

Das kleine Fischerdorf hat sich einen authentischen Charme bewahrt. Obwohl auch hier mittlerweile vielen Privatbooten ankern, wird hier nach wie vor Fischerei praktiziert. Jeden Nachmittag zwischen vier und fünf laufen die Fischkutter ein und verladen ihren Fang.

Eine kleine Siedlung mit einer Steinbucht, die vor allem wegen ihrer authentischen Bootsgaragen ein beliebtes Fotomotiv ist. Für einen Familienstrandtag eignet sie sich nicht unbedingt, wohl aber als Ausgangspunkt für viele Touren und als Badestopp.

Die Kapelle Santuario de Consolacion

[> Hauptartikel: Schaukeln im Klostergarten der Kapelle Santueri de Consolacio]

Kapelle Santuari de Consolacio

Diese kleine Kapelle steht auf einer kleinen Erhebung zwischen Santanyí und Alqueria Blanca und gehört zu einem der wenigen gut bewahrten Geheimnissen der Region. Der Garten um das Gebäude ist wildromantisch und ein Ort der Ruhe. Die Aussicht auf die Küste ist traumhaft.

Naturpark Cala Mondrago

[> Hauptartikel: Wandern im Naturpark Cala Mondrago]

Cala Mondrago Naturpark

Mondragó ist mehr als nur ein Strand. Über 600 Hektar erstreckt sich ein Naturschutzgebiet, in dem sich drei Strände und viele Wanderwege finden. Viele vom aussterben bedrohte Vogelarten haben hier ihre Brutstätten eingerichtet. Auf dem Weg an der Küste entlang befindet sich ein altes Munitionslager. Weiter ins Hinterland könnt ihr durch eine Mandelplantage spazieren.

Der Hafenort Portopetro

Portopetro ist Cala Figuera, nur um einiges kleiner und verschlafener. Die Geschichte des Hafenortes reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Einst wichtiger Handelspunkt sind es heute meist Privat- und Ausflugsbote die hier anlegen. In erster Meereslinie gibt es einige sehr gute Restaurants.

Die Festung Es Forti

Die Festung aus dem 18. Jahrhundert diente einst zum Schutz der Küste und ist seit kurzem auch wieder für die Öffentlichkeit zugängig.

Der Urlaubsort Cala d’Or

Cala d’Or ist die Touristenhochburg des Gemeindegebietes. Fast alles – bis auf die Festung Es Forti – ist hier aus neuerer Zeit und mit der Entstehung des Tourismus auf der Insel entstanden. Die Häuser des Ortes sind im typisch ibizenkischen Stil gebaut und alle weiß. Damit soll das Meer und die Küstenlinie simuliert werden. Außerhalb der Saison ist es in Cala d’Or eher ruhig.

Herzstück des Ortes ist der eindrucksvolle Yachthafen, der von vielen guten Restaurants gesäumt wird.

Ausflüge auf dem Wasser

Mit dem Glasbodenboot

Während der Sommersaison fährt täglich das Glass Bottom Boat Starfisch an der Küste vor Santanyí entlang. Die Route geht von Cala Figuera bis Cala d’Or und weiter bis nach Portocolom. Badestopps und Aufenthalte in den Häfen oder im Naturpark sind möglich. [Weitere Informationen]

Red Star Tours

In Cala Figuera bietet direkt im Hafen dieses Unternehmen zahlreiche Ausflüge zu Küstenentdeckungstouren an. Einige davon mit Schnorchel und Badestopps. Und dem Besuch von Schmugglerhöhlen, die nur vom Meer aus erreicht werden können.

Strände & Badebbuchten in Santanyi

Es gibt unglaublich viele Bademöglichkeiten im Gemeindegebiet. Wir werden nicht auf alle eingehen, sondern nur die wichtigsten kurz vorstellen.

Naturstrand Platja d’es Caragol

[> Hauptartikel: Es Caragol]

Es Trenc, nur in kleiner und leerer. Der Strand hat keine direkte Zufahrtstraße. Wenn ihr dort hinwollt, müsst ihr circa 20 Minuten vom Cap de Ses Salines aus an der Küste entlanglaufen. Dafür seid ihr dann aber auch im Paradies: Ein langer Sandstrand und türkisblaues Wasser warten auf euch.

Naturstrand Calo des Marmols

[> Hauptartikel: Klippenwanderung zur Caló des Marmols]

Wanderung mit Kindern zur Cala Marmols, Mallorca

Auch einsam und schön, aber etwas kleiner ist die Caló des Marmols. Erreichbar ist sie jedoch recht schwer. Zwei Stunden dauert jeweils der Hin- und Rückweg. Doch der Weg lohnt sich, denn auch auf der Strecke gibt es jede Menge zu entdecken.

Der It-Strand: Calo des Moro

[> Hauptartikel: Caló des Moro]

Strand Es Caló des Moro 2020

Fast jeder Urlauber hat irgendwann einmal ein Foto dieser Bucht gesehen. Regelrechte Pilgerwanderungen führen im Sommer täglich zum Strand. Die Caló des Moro ist fraglos wunderschön, leider aber auch hoffnungslos überlaufen. Dabei sind die vielen Felsen zum Klettern und Höhlen zum Erkunden eigentlich der perfekte Abenteuerspielplatz für Kinder.

Familienstrand: Cala Llombards

[> Hauptartikel: Familienstrand Cala Llombards]

Cala Llombards

Einer der familienfreundlichsten Strände des Gemeindegebietes mit Parkplatz direkt am Strand und diverser touristischer Infrastruktur. Aber ohne Hotel in Strandnähe. Der Einstieg ins Wasser ist flach und an den Seiten können Kinder gefahrenfrei von kleineren Klippen springen.

Familienstrand Cala Santanyi

Schnorcheln auf Mallorca: Cala Santanyi

Ähnlich wie Cala Llombards, nur mit mehr Tourismus. Es gibt mehrere Hotels in unmittelbarer Nähe zum Strand, dafür aber auch einen Tretbootverleih und eine Tauchschule. Und ein größeres gastronomisches Angebot.

Vom Stand lohnen sich kleinere Ausflüge zu Fuß zum Es Pontas, zum Piratenleuchtturm oder in Form einer Klippenwanderung nach Cala Figuera.

Die Strände im Naturpark Mondrago

[> Hauptartikel: Der Naturpark Mondragó]

Mondrago

Im Naturpark Parque Natural de Mondragó findet ihr drei fast naturbelassene Strände. S’Amarador ist der Santanyí am nächsten gelegene. Er ist weniger überlaufen als der Nachbarstrand Cala Mondragó, bietet jedoch deutlich mehr Komfort als die kleine Bucht Caló d’es Borgit.

Der Urlaubsort Barca Trencada

Ein kleiner Sandstrand mit schattenspendenden Kiefernwäldchen, der eigentlich bestens für Kinder geeignet ist. Leider liegt genau daneben ein großes All-inclusive-Hotel, was im Sommer dazu führt, dass der Strand überlaufen ist.

Strände in Cala d’Or

Der Urlaubsort Cala d’Or bietet ganze fünf Sandstrände, die alle fußläufig miteinander verbunden sind. Den Anfang macht Cala Egos, der Strand mit gleichnamigem Ortsteil. Die Bucht ist tief eingeschnitten und liegt zwischen großen Hotelkomplexen. Schön ist die Nähe zum Yachthafen in Cala d’Or, an dem ihr in den Abendstunden gut flanieren könnt.

Danach folgt die Caló des Pou, der kleinste der Strände. Er ist von Felsen umrahmt und im Besitz einer kleinen Strandbar. Das Umfeld ist sehr touristisch. Ebenso beim namensgebenden Strand Cala d’Or. Dieser befindet sich recht zentral inmitten der touristischen Flaniermeilen. Die Versorgung und das Freizeitangebot sind sehr umfangreich.

Daneben liegt die Cala Gran. Wie der Name nahelegt die größte Bucht in Cala d’Or und touristisch umfangreich erschlossen. Den Abschluss macht das kleine Juwel Cala Esmeralda. Obwohl auch hier Ferienunterkünfte bis an den Strand reichen, ist der Besuch dieses Strandes etwas behüteter. Vereinzelte Pinien schenken Schatten und es gibt einige Plateaus, die statt des Sandabschnitts genutzt werden können.

Unweit entfernt und immer noch im touristischen Ballungsraum des Ortes findet ihr den Sandstrand der Cala Ferrera. Administratorisch gehört er bereits zu Felanitx. Jedoch ist er in nur 5 Gehminuten von der Cala Esmeralda aus zu erreichen.

Wandern in und um Santanyi

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Da wir selbst in Santanyí leben, kennen wir die Region wie unsere Westentasche. Fast alle Ausflüge und Wandertouren teilen wir hier mit euch. In unserem Buch Naturzeit für Kinder: Mallorca sind ganze drei Touren aus unserem Heimatort vertreten, die wir euch dort im Detail erklären. Das Buch könnt ihr unter anderem hier kaufen. Partnerlink

Markttage in Santanyi

[> Hauptartikel: Markttag in Santanyí]

Immer Mittwoch und Samstag, außer an Feiertagen, findet im Ortszentrum von Santanyí ein Wochenmarkt statt. Speziell im Sommer wird es dabei sehr voll. Es lohnt sich, früh zu kommen.

Feste in Santanyi

Es gibt nur wenige Monate, in denen nicht irgendeinen Ortsteil in Santanyí ein Fest feiert. Besonders im Sommer kommt man kaum zur Ruhe, weil immer etwas los ist. Bei den Festen wird auch stets für die Kleinsten ein Programm geboten. Das reicht von Theateraufführungen über Wasserschlachten, Schaumpartys bis hin zu Feuerwerk. Einen Überblick anstehenden Dorffeste auf Mallorca findet ihr hier.

  • Januar: Sant Antoni (Santanyi, Llombards)
  • Mai: Es Tondre (Llombards)
  • Juni: Sant Joan (Portopetro)
  • Juli: San Cristobal (Cala Santanyi), Virgen del Carmen (Cala Figuera), Sant Jaume (Santanyí)
  • August: Santo Domingo (Llombards), Santa Maria del Mar (Cala d’Or), San Roque (Alqueria Blanca), Sant Miquel (Calonge)
  • Oktober: Herbstmesse (Santanyi)

Santanyi zum Ausmalen

Das Tourismusbüro hat einige schöne Malvorlagen zur Verfügung gestellt, in denen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Gemeinde und einige der Strände zu finden sind. [> Hier könnt ihr sie herunterladen].

Kurz & Knapp

Parkplatz: Speziell an Markttage sind die Parkplätze sehr überfüllt. Es gibt insgesamt drei größere Parkplätze. Einer wenn ihr aus Richtung Felanitx / Cala d’Or kommt. Die anderen beiden kurz bevor man den Ort in Richtung Cala Figuera / Cala Santanyí verlässt. Außerdem findet ihr auf der gesamten Ringstraße Parkmöglichkeiten. Parken im Ort ist nur an den Tagen ohne Markt und in den entsprechend markierten Bereichen gestattet.

Essen & Trinken: Im Zentrum rund um den Marktplatz gibt es viele Möglichkeiten. Es gibt sowohl Restaurants und Bars, als auch Eisdielen und eine Creperie.

Einkaufen: Im gesamten Innenstadtbereich gibt es verschiedene Boutiquen, Drogerien, Elektrofachgeschäfte und Interieur-Design-Läden. Alles eher im gehobenen Preissegment.

Schwimmbad: Das Stadtbad stellt neben dem Schwimmbecken auch Trainingsgeräte zur sportlichen Betätigung bereit. Es finden viele Kurse wie Pilates, Yoga und Zumba statt. Hier geht’s lang.

Theater: Das kleine Theater der Stadt dient nur als Bühne für kleinere Vorführungen. Theater und Konzerte finden ebenso statt, wie Filmvorführungen. Hier findet ihr das Theater.

Zum Weiterlesen

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