Portals Vells gehört für mich zu den Buchten, die mehr als nur einen Strandtag zu bieten haben. Das Wasser ist klar und geschützt, zwischen den einzelnen Stränden kannst du zu Fuß wechseln und hinter der südlichsten Bucht wartet eine alte Seefahrerhöhle.

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Die Namensgebung ist allerdings ein wenig verwirrend: Portals Vells bezeichnet sowohl das gesamte Gebiet als auch einen der Strände. Insgesamt erwarten dich drei Buchten mit vier kleinen Badebereichen. Daher auch der geläufige Name Drei-Finger-Bucht.
Portals Vells auf einen Blick
- Region: Südwesten, Gemeinde Calvià
- Geeignet für: Strandtag, Schnorcheln und kleine Entdeckungstouren
- Strände: vier Badebereiche in drei Buchten
- Strandart: kleine Sandstrände mit felsigen Abschnitten
- Besonderheit: Seefahrerhöhle mit in den Stein geschlagenem Altar
- Infrastruktur: saisonale Restaurants an einzelnen Stränden
- Schatten: teilweise durch Pinien, am Strand begrenzt
- Parken: mehrere kleine Parkmöglichkeiten nahe den Buchten
- Kinderwagen: an einzelnen Stränden möglich, zur Höhle ungeeignet
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Anfahrt und Parken in Portals Vells
Portals Vells liegt an der Küste zwischen Sol de Mallorca und dem Cap de Cala Figuera. Die letzten Straßen zu den Buchten sind teilweise eng. Besonders im Sommer und an den Wochenenden lohnt es sich, früh zu kommen. Die kleinen Parkflächen sind dann schnell belegt.
Je nachdem, welchen Strand du besuchen möchtest, kommen diese Parkmöglichkeiten infrage:
- Parkplatz direkt am Strand von Portals Vells: Der beste Ausgangspunkt für die Platgeta de Portals Vells, die Caleta und die Seefahrerhöhle. Die Zufahrt ist eng und der Parkplatz im Sommer schnell voll.
- Parken zwischen Platja del Mago und Caló dels Reis: Von hier erreichst du beide Buchten auf kurzen Wegen.
- Parken in Sol de Mallorca: Hier findest du meistens leichter einen Stellplatz. Zur Caló dels Reis führt allerdings eine längere Treppe hinab, die du mit der gesamten Strandausrüstung später auch wieder hinaufmusst.
Die Strände von Portals Vells
Die einzelnen Buchten liegen nah beieinander und lassen sich zu Fuß miteinander verbinden. Trotzdem unterscheiden sie sich bei Größe, Atmosphäre und Erreichbarkeit. Einen eindeutigen Lieblingsstrand habe ich nicht. Es kommt darauf an, was du an diesem Tag vorhast.
Platgeta und Caleta de Portals Vells

Direkt hinter dem Parkplatz liegt die Platgeta de Portals Vells. Der kleine Sandstrand ist von Pinien und Felsen umgeben. Im Sommer gibt es hier ein Restaurant und einen bewirtschafteten Strandbereich.
Wenn du am Wasser entlang in Richtung Höhle gehst, gelangst du zur noch kleineren Caleta de Portals Vells. Beide Badebereiche sind sehr naturbelassen. Besonders im Wasser vor den Felsen und unterhalb der Höhle lohnt es sich, die Schnorchelmaske aufzusetzen.
Weitere schöne Buchten und Hinweise für Ausflüge mit Kindern findest du in meinem Artikel zum Schnorcheln auf Mallorca.
Platja del Mago

„Mago“ bedeutet auf Katalanisch Zauberer. Der Name klingt passend, hat seinen Ursprung aber nicht in der Landschaft. Die Bucht diente als Kulisse für den Film „Der Magier“ mit Anthony Quinn.
Die Platja del Mago gilt außerdem als erster FKK-Strand Mallorcas. Davon solltest du dich nicht abschrecken lassen: Hier baden nackte und bekleidete Besucher nebeneinander. Nur stören solltest du dich daran nicht.
Von den drei Buchten ist diese die kleinste. Es gibt einen Parkplatz und im Sommer ein Restaurant. Durch Liegen und Sonnenschirme wird es am ohnehin kleinen Strand während der Hauptsaison schnell eng.
Caló dels Reis
Die Caló dels Reis ist etwas größer als die benachbarte Platja del Mago, aber immer noch sehr überschaubar. Du kannst auf der Parkfläche zwischen den beiden Buchten parken oder dein Auto oben in Sol de Mallorca abstellen.
Von der Siedlung führt eine längere Treppe zum Strand hinunter. Mit Kindern und viel Gepäck ist das etwas umständlicher. Dafür bekommst bekommst du von oben den besten Blick über die gesamte Drei-Finger-Bucht.
Die Seefahrerhöhle von Portals Vells
Die Höhle von Portals Vells ist das eigentliche Highlight der Bucht. Was vom Strand wie drei verschiedene Höhlen aussieht, sind drei von Menschenhand geschaffene Eingänge eines zusammenhängenden Höhlensystems. Die großen Öffnungen erinnern an Kirchenportale und sollen Portals Vells seinen Namen gegeben haben.
Ursprünglich wurde hier Marés abgebaut, der für Mallorca typische Kalksandstein. Er kam unter anderem beim Bau der Kathedrale von Palma zum Einsatz. Durch den Abbau entstand das Höhlensystem, das du heute noch betreten kannst.


Besonders ist die Höhle aber vor allem wegen ihrer Legende. Im 15. Jahrhundert gerieten genuesische Seefahrer vor der Küste in einen schweren Sturm. Nachdem sie sich an Land retten konnten, errichteten sie aus Dankbarkeit ein Oratorium zu Ehren der Jungfrau Maria.
Noch heute kannst du am Eingang einen von Hand in den Fels geschlagenen Altar erkennen. Die Bögen sind mit Figuren, Schlangen und Pflanzenornamenten verziert. Mit einer Taschenlampe kannst du ein Stück tiefer in die dunkle Höhle hineinlaufen.
Der Weg beginnt am südlichen Ende der Caleta de Portals Vells und dauert nur ungefähr fünf Minuten. Er verläuft über Felsen direkt an der Küste. Für kleine Kinder ist dabei etwas Unterstützung nötig. Mit Kinderwagen ist der Weg nicht machbar.
Wandern von Portals Vells zum Cap de Cala Figuera
Oberhalb der Seefahrerhöhle beginnt eine abwechslungsreiche Küstenwanderung zum Cap de Cala Figuera. Der Weg führt an kleinen Buchten und Höhlen vorbei zu einem alten Wehrturm, einem Leuchtturm und verlassenen Militäranlagen mit Bunkern, Kasernen und einer kleinen Kapelle.


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Die Wanderung ist eine von 45 Touren aus meinem Print-Wanderführer „Naturzeit mit Kindern: Mallorca“. In meinem separaten Artikel bekommst du einen ausführlichen Eindruck von der Strecke. Die vollständige Beschreibung und den GPX-Track findest du im Buch.
Zur Wanderung von Portals Vells zum Cap de Cala Figuera
Was du in der Nähe unternehmen kannst
Rund um Portals Vells findest du weitere Strände und einige der bekanntesten Familienattraktionen im Südwesten. Damit lässt sich der Besuch gut mit einem zweiten Ausflugsziel verbinden:
- Western Water Park in Magaluf: Großer Wasserpark mit Kinderbereichen, Familienrutschen und Attraktionen für ältere Kinder.
- Katmandu Park in Magaluf: Interaktiver Freizeitpark mit ungewöhnlichen Erlebniswelten und Attraktionen für verschiedene Altersgruppen.
- Die Strände von Palmanova: Drei große Sandstrände mit Promenade, Restaurants und Angeboten für Familien.
- Jungle Parc in Santa Ponça: Hochseilgarten mit verschiedenen Parcours für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Zum Weiterlesen
- Wanderung zum Cap de Cala Figuera
- Schnorcheln auf Mallorca
- Die schönsten Strände im Westen Mallorcas
- Strände und Aktivitäten in Palmanova
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