Die Fira de l’Albercoc, das Aprikosenfest in Porreres, gehört nicht zu den großen Dorffesten auf Mallorca. Statt riesiger Bühnen und Touristenmassen erwartet dich hier ein kleines, familiäres Dorffest rund um die Aprikose, die Frucht, für die Porreres auf Mallorca bekannt ist. Ich liebe das kleine Fest und weil man dazu sonst sehr wenig findet, teile ich hier meine Eindrücke mit dir.

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Das Wichtigste auf einen Blick
- Thema: Aprikosen, regionale Produkte, Kunsthandwerk und mallorquinische Traditionen
- Ort: Porreres, Landesinnere von Mallorca
- Datum: 13. Juni 2026
- Uhrzeit: ca. 17:30 bis 22:00 Uhr
- Veranstaltungsort: Plaça de la Vila und Umgebung
- Programm: hier als PDF
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Was dich auf dem Aprikosenfest 2026 erwartet
Der Ablauf der Messe ist jedes Jahr ähnlich. Kern ist der Verkauf der jeweiligen Ernte, ähnlich, wie es vor hundert Jahren bereits war. Viele Insulaner reisen extra dafür an. Weitere Highlights sind das Aprikosenhalbieren und traditionelle Tänze.


- Aprikosen- und Kunsthandwerksmarkt: 17:30–22:00 Uhr, regionale Produzenten verkaufen frische Aprikosen sowie Produkte rund um die Frucht.
- Kochworkshop mit Xef Pipa: 17:30 Uhr, Familienprogramm mit Kochen, Theater und Aprikosenrezepten.
- Traditionelle Tänze und Musik: Ab 18:30 Uhr, Auftritt verschiedener regionaler Gruppen.
- Vorführung bzw. Wettbewerb im Aprikosen-Schälen, Halbieren & Trocknen: 19:00 Uhr, je nach Ernte und Verfügbarkeit.
- Gemeinsames Saisonabschlussessen: 20:30 Uhr
Ein Mallorca, das viele Urlauber nie sehen
Wer aus den touristischen Küstenorten kommt, merkt den Unterschied sofort. Porreres liegt im Inselinneren und ist deutlich ursprünglicher als Orte wie Santanyí oder die Küstenregionen.
Was mir besonders aufgefallen ist: Obwohl wir offensichtlich nicht vom Ort stammen, wurden wir überall freundlich begrüßt. Diese Selbstverständlichkeit findet man in stark touristisch geprägten Regionen eigentlich nicht mehr.
Die Fira de l’Albercoc fühlt sich deshalb weniger wie eine Veranstaltung und mehr wie ein Dorftreffen an, bei dem alle Besucher willkommen sind. Dabei ist alles sehr einfach gehalten und gerade deshalb ziemlich authentisch.
Orange Regenschirme über dem Dorfplatz


Schon beim Betreten der Plaça de la Vila fällt die Dekoration ins Auge. Über dem Platz hängen zahlreiche orangefarbene Schirme, die farblich perfekt zu den Aprikosen passen und gleichzeitig Schatten spenden.
Rund um den Platz gibt es kleine Tafeln, auf denen die verschiedenen Aprikosensorten vorgestellt werden, die in und um Porreres angebaut werden.
Traditionelle Tänze ohne Folklore-Kulisse


Auf einer kleinen Bühne wird traditionelle mallorquinische Musik gespielt. Aber nicht, wie oft, in traditionellen Trachten, sondern Besucher in Alltagskleidung. Also keine einstudierte Vorführung, sondern ein kleines Fest.
Besonders spannend finde ich dabei, dass so viele Altersklassen den Ball de Bot, den traditionellen mallorquinischen Volkstanz, tanzen können. Im Laufe des Abends wurde die Stimmung dann auch immer ausgelassener. Irgendwann tanzten nur noch Männer auf dem Platz, begleitet von viel Gelächter und Applaus der Zuschauer.
Überall Aprikosen

Natürlich dreht sich bei dem Fest alles um die Aprikose. Es gibt nicht viele Stände, aber dafür eine sehr feine Auswahl:
- frische Aprikosen direkt von Erzeugern
- Aprikosenprodukte
- Süßspeisen mit Aprikosen
- Getränke, u.a. auch Aprikosen-Mojito
- lokale Spezialitäten
Besonders auffällig war, wie viele Einheimische große Mengen Aprikosen kauften. Porreres gilt als das wichtigste Aprikosenanbaugebiet Mallorcas und die Ernte spielt für viele Familien nach wie vor eine wichtige Rolle.
Sogar unsere Nachbarn trafen wir zufällig mit zwei prall gefüllten Taschen voller Aprikosen. Sie waren unter den ersten, die sich mit den Früchten eigedeckt hatten.
Kleines Fest statt Event-Meile

Wenn du einen großen Markt oder ein Volksfest erwartest, bist du hier eventuell falsch. Das Aprikosenfest in Porreres ist sehr überschaubar. Vielleicht zehn Holzstände, eine kleine Bühne und einige Programmpunkte für Familien.
Man kann problemlos in einer Stunde alles gesehen haben. Aber gerade das macht den Besuch eigentlich besonders.
Ich würde das Fest nicht als Tagesausflug mit vollem Programm besuchen und planen. Sondern als Gelegenheit, für ein oder zwei Stunden in ein Mallorca einzutauchen, das vielerorts längst verschwunden ist.
Wenn du authentische Dorffeste, regionale Traditionen und eine entspannte Atmosphäre magst, bekommst du hier einen schönen Einblick in das Leben im Inselinneren.
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