Piraten auf Mallorca: Erlebnisse für die ganze Familie

Piraten auf Mallorca gehören zur Insel wie Sonne, Meer und versteckte Buchten. Doch statt trockener Geschichte geht in diesem Beitrag vor allem um echte Piraten-Erlebnisse für Familien: Kinder können auf Schatzsuche gehen, als Piraten verkleidet Bus oder Boot fahren, geheimnisvolle Piratenhöhlen erkunden oder abends eine spektakuläre Piratenshow besuchen.

Piraten auf Mallorca: Ausflüge zu Wehrtürmen und Höhlen

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Die Auswahl ist größer, als man auf den ersten Blick denkt und die Unterschiede zwischen Piratentour, Piratenschiff, Show oder Ausflug zu Türmen und Höhlen sind für Eltern nicht immer sofort klar. Genau hier helfe ich dir.

Du findest in diesem Beitrag eine übersichtliche Einordnung der besten Piraten-Ausflüge auf Mallorca, erfährst, welches Erlebnis zu welchem Alter passt, was sich im Sommer lohnt und welche Piratenabenteuer auch außerhalb der Hauptsaison möglich sind. Damit du bestens auf ein kleines Piratenabenteuer vorbereitet bist. 🏴‍☠️

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Piratenausflüge auf Mallorca: Piratenschiff oder Piratentour im Bus?

Echte Piraten bewegen sich auf dem Meer. Aber vielleicht ist dir das zu unsicher. Oder du kommst zu einer Jahreszeit, in der es auf dem Meer nicht so angenehm ist. Deswegen gibt es auf Mallorca die Möglichkeit, sowohl an Land, als auch auf dem Meer, in ein Piratenabenteuer einzutauchen.

Mit dem Piratenschiff durch die Bucht von Alcúdia

Piraten in Sicht: Heute nur noch bei Spielen

Diese Tour ist die einzige echte Piraten-Bootstour auf Mallorca. Hier fahrt ihr nicht einfach mit einem Ausflugsboot, sondern mit einem richtigen Piratenschiff, das komplett auf Piraten getrimmt ist, inklusive Unterdeck, Piratencrew und Schatzsuche.

Die Tour startet im Hafen von Port de Pollença und findet nur von Juli bis September statt.

Das erwartet dich:

  • Fahrt mit dem Piratenschiff entlang der Küste im Norden Mallorcas
  • Badestopp in einer geschützten Bucht
  • Piratenaktionen an Bord: Kinderschminken und Rätsel
  • Schatzsuche am Strand von Formentor
  • Gemeinsame Rückfahrt mit Stärkung und Piratenliedern

Das Erlebnis ist klar auf Familien mit Kindern ausgelegt. Die Kinder sind aktiv eingebunden, ohne dass es zu überladen wirkt. Gleichzeitig bleibt genug Zeit fürs Baden und Bootfahren.

Wenn du dir die Piraten-Bootstour mit Piratenschiff ab Port de Pollença genauer ansehen möchtet, findest du hier alle aktuellen Infos zu Ablauf, Terminen, Preisen und Abholung.

👉 Zur Piraten-Bootstour

Mallorca-Piratentour im Bus: Der klassische Kinderausflug

Piratentour Mallorca

Ganz anders funktioniert die Mallorca-Piratentour im Bus. Hier gibt es einen ganzen Tag voller Abenteuer an Land. Diese Tour ist der meistgebuchte Kinderausflug.

Die Kinder werden morgens mit einem Piratenbus abgeholt und erleben Mallorca aus Piratensicht:

  • Schatzsuchen an verschiedenen Stationen
  • Piratengeschichten & Quiz
  • Besuch einer Bergkirche mit Aussicht
  • Tierpark mit Ponys, Pferden und anderen Tieren
  • gemeinsames Piratenessen
  • Piratenstrand mit Wasserschlacht und Baden

Alles ist auf Mitmachen, Entdecken und Fantasie ausgelegt. Die Kinder sind den ganzen Tag Teil der Piratencrew, werden geschminkt, basteln Flaschenpost und lösen Aufgaben. Eltern, Großeltern und Begleitpersonen machen mit, aber das Programm ist klar kindzentriert.

Diese Tour läuft von April bis Oktober und ist deshalb auch eine gute Option außerhalb der Hochsaison.

👉 Zur Mallorca-Piratentour für Kinder

Die Piratenshow auf Mallorca

Neben Tagesausflügen und Piratentouren gibt es auf Mallorca auch ein abends stattfindendes Piratenerlebnis: eine große Piratenshow mit Akrobatik, Theater und Spezialeffekten. Sie ist als Familien-Show konzipiert.

Die Show spielt in einem festen Theater mit einer großen Piratengaleone als Bühnenbild. Bereits beim Betreten des Saals sitzt man mitten im Geschehen. Während der Vorstellung wird gekämpft, getanzt, geklettert und geflogen. Schwerter klirren, Feuer ist zu sehen, und die Piraten bewegen sich nicht nur auf der Bühne, sondern auch über den Köpfen der Zuschauer hinweg.

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Inhaltlich erzählt die Show eine klassische Piratengeschichte von Gut gegen Böse, ergänzt durch:

  • Akrobatik und Stunts
  • Tanz- und Kampfszenen
  • humorvolle Momente, auch für Kinder
  • moderne Technik und Spezialeffekte

Die Atmosphäre ist familienfreundlich und bewusst so gestaltet, dass Kinder genauso angesprochen werden wie Erwachsene. Je nach Sitzplatzkategorie ist man näher oder etwas weiter vom Geschehen entfernt, das Grundkonzept der Show bleibt aber gleich. Getränke sind – je nach Ticket – teilweise inklusive.

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Übernachten in einem Piratenhotel auf Mallorca

Wer das Piratenthema nicht nur bei Ausflügen, sondern auch im Hotel aufgreifen möchte, findet auf Mallorca ein Themenhotel im Piratenstil. Es richtet sich klar an Familien mit Kindern und setzt weniger auf Ruhe, sondern auf Spiel, Fantasie und gemeinsame Erlebnisse.

Das Pirates Village liegt in Santa Ponça, nur wenige Gehminuten vom Strand entfernt. Statt klassischer Hotelzimmer gibt es Familienapartments, dazu mehrere Pools, Rutschen, einen Piratenturm, einen Kinderclub und ein All-inclusive-Konzept. Das Piratenthema zieht sich durch Anlage, Poolbereiche und Kinderangebote, ohne dass man das Gelände verlassen muss.

Ich würde das Piratenhotel vor allem so einordnen:

  • geeignet für Familien mit jüngeren Kindern
  • sinnvoll, wenn das Hotel selbst Teil des Urlaubserlebnisses sein soll
  • weniger passend, wenn man viel unterwegs sein oder Ruhe sucht

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Piratenhöhlen auf Mallorca entdecken

Nicht immer nahmen die Piraten ihr gesamtes Diebesgut mit aufs Schiff. Einen Teil ihrer Beute versteckten sie auch in den zahlreichen Höhlen in Meeresnähe, um zu einem späteren Zeitpunkt darauf zurückgreifen zu können. An vielen Stellen rund um die Insel findest du deswegen sogenannte Piratenhöhlen.

Zwei Höhlen werden besonders häufig genannt:

Cueva des Coloms: Die Piratenhöhle im Meer

Höhlentour auf Mallorca

Die Cueva des Coloms liegt an der Ostküste Mallorcas und ist eine reine Meereshöhle. Sie kann nur schwimmend oder im Rahmen einer geführten Tour erreicht werden.

Was dich dort erwartet:

  • Schwimmen vom offenen Meer in die Höhle
  • große, offene Höhlenräume
  • völlige Dunkelheit im Inneren
  • Erkundung nur mit Helm, Neoprenanzug und Guide

Der Besuch der Piratenhöhle eignet sich für Familien mit älteren Kindern oder Teenagern, die sicher schwimmen können und Lust auf ein echtes Abenteuer haben.

Weitere Infos: Hier findest du die genauen Details zum Ausflug.

Sa Cova Tancada: Piratenhöhle an Land erreichbar

Piratenhöhle auf Mallorca

Die Sa Cova Tancada bei Alcúdia ist deutlich einfacher zugänglich, zumindest im Vergleich zur Cueva des Coloms. Der Eingang liegt direkt am Meer und ist über eine kleine Wanderung erreichbar.

Was man wissen sollte:

  • Zugang über einen steilen Pfad
  • im Inneren sehr dunkel
  • keine Beleuchtung
  • teils ausgesetzte Stellen

Ich finde diese Höhle spannend, weil sie gut zeigt, warum solche Orte früher als Versteck oder Unterschlupf gedient haben könnten.

Für Familien gilt aber: Nur mit trittsicheren Kindern, guten Taschenlampen und ausreichend Zeit. Mit Buggy oder kleinen Kindern ist dieser Ausflug nicht geeignet.

Wanderbeschreibung: Hier erkläre ich den Weg zur Cova Tancada.

Wachtürme & Piratenpfade erwandern

Wer auf Mallorca mit offenen Augen unterwegs ist, stößt früher oder später auf sie: runde Steintürme auf Klippen, Hügeln oder direkt an der Küste. Diese Wachtürme wurden einst gebaut, um die Insel vor Piratenangriffen zu schützen. Heute sind sie vor allem spannende Ausflugsziele, oft verbunden mit kurzen Wanderungen und großartigen Ausblicken.

Ich finde, Wachtürme sind eine schöne Möglichkeit, das Piratenthema ohne festen Programmpunkt aufzugreifen. Gerade für Familien eignen sie sich gut, weil man Bewegung, Natur und Geschichte ganz nebenbei verbindet.

Warum es auf Mallorca so viele Wachtürme gibt

Piratenwachtürme leuchten wieder

Im 16. und 17. Jahrhundert war Mallorca immer wieder Angriffen von Piraten ausgesetzt. Um die Küste zu sichern, ließ die spanische Krone ein flächendeckendes Warnsystem errichten. Auf Mallorca war dafür unter anderem der Gelehrte und Architekt Joan Binimelis verantwortlich.

Die Türme waren so angelegt, dass sie Sichtkontakt zueinander hatten. Wurde ein Piratenschiff entdeckt, gaben die Wächter Signale:

  • tagsüber mit Rauch
  • nachts mit Feuer

Viele dieser Türme stehen heute unter Denkmalschutz. Einige sind nur noch Ruinen, andere wurden restauriert, manche kann man sogar besteigen.

Wachtürme als Ausflugsziel mit Kindern

Andratx Piratenturm Cap de Andritxol

Aus meiner Erfahrung funktionieren Wachtürme mit Kindern besonders gut, weil:

  • die Wege oft kurz sind
  • oben ein klares Ziel wartet
  • die Aussicht sofort belohnt

Selbst wenn die Piratengeschichte für die Kinder zweitrangig ist, bleibt das Gefühl, etwas entdeckt zu haben. Ein Picknick mit Blick aufs Meer gehört für uns fast immer dazu.

Diese Wachtürme eignen sich gut für einen Besuch:

Piratenpfade statt Türme: Camí de Sa Figuera

Cami de sa Figuera

Nicht jeder Piratenausflug führt zu einem Turm. Besonders spannend finde ich die Wanderung auf dem Camí de Sa Figuera.

Hier wurden Piraten von den Einwohnern Sóllers erfolgreich in die Flucht geschlagen. Die Route lässt sich gut als Rundwanderung gehen oder mit einer Fahrt in der alten Straßenbahn kombinieren.

Die Pirateninsel Cabrera

Bucht und Hafen von Cabrera

Ebenfalls eng mit der Piratengeschichte verbunden ist die Insel Cabrera, die südlich vor Mallorca liegt. Das Archipel diente Piraten früher als Rückzugsort und Zwischenlager. Heute ist Cabrera ein Naturschutzgebiet und per Boot von Colònia de Sant Jordi erreichbar.

Neben der kleinen Burg ist es vor allem der naturbelassene Strand, der Familien anzieht. Schnorcheln ist hier besonders schön. Der Piratenbezug ist eher historisch, aber für viele Kinder trotzdem spannend.

Piratenfeste auf Mallorca

Die Piraten haben die Geschichte Mallorcas stark geprägt. Das spiegelt sich bis heute in jährlichen Festen und Veranstaltungen wider. Ich würde diese Feste nicht als klassische Piratenevents für Kinder einordnen, sondern eher als kulturelle Ereignisse, bei denen Piraten eine historische Rolle spielen. Trotzdem können sie, je nach Alter der Kinder, ein spannender Programmpunkt im Urlaub sein.

Januar: Piratenwachtürme leuchten für Menschenrechte

Piratenwachtürme leuchten wieder

Ein eher stilles, aber sehr eindrucksvolles Ereignis findet jedes Jahr im Januar statt. Die alten Wachtürme Mallorcas werden dabei wieder so genutzt, wie sie früher gedacht waren: als Signalsystem.

Eine Initiative der Universität der Balearen ließ im Jahr 2017 erstmals tagsüber Rauchzeichen und abends Leuchtfeuer rund um die Insel entzünden. Seitdem wird die Aktion jährlich wiederholt. Nicht mehr als Piratenwarnung, sondern als Zeichen für Menschenrechte und zur Erinnerung an Menschen, die auf der Flucht über das Mittelmeer ums Leben gekommen sind.

  • mittags: Rauchzeichen
  • abends: Leuchtfeuer
  • Teilnahme auch auf Menorca und in anderen Mittelmeerregionen

Für 2026 ist die Aktion am 31. Januar geplant. Mittags um 13.00 Uhr wird ein Rauchzeichen um die Insel gesendet. Abends 18.30 Uhr wird ein Leuchtfeuer um die Insel geschickt.

Mai: Die Schlacht von Sóller

Piratenfest in Sóller

Im Mai erinnert Sóller an einen der wichtigsten Piratenangriffe der Inselgeschichte. Im Jahr 1561 wurde die Stadt von Piraten überfallen. Trotz Warnsystem ging damals vieles schief. Die Piraten plünderten den Ort und nahmen zahlreiche Gefangene.

Die Mallorquiner konnten den Angriff letztendlich aber abwehren. Seit dem darauffolgenden Jahr wird dieses Ereignis jährlich nachgestellt. Heute ist es Teil der Feier Cristianos y Moros (Christen gegen Mauren) und findet immer am 11. Mai statt.

Programmdetails: Der Kampf der Piraten in Sóller

August: Piratenschlacht in Pollença

Piratenfest in Sóller: Moros y Cristianos

Auch Pollença wurde in der Vergangenheit von Piraten angegriffen. Zum Abschluss des Patronatsfestes wird dieser Angriff jedes Jahr am 2. August nachgestellt.

Die Feier zieht sich über den ganzen Tag:

  • Beginn am frühen Morgen
  • Umzüge und Spielszenen
  • große Schlachtdarstellung
  • Feuerwerk am Abend

Zur Veranstaltung: Piraten gegen Christen in Pollença

Was wollten die Piraten auf Mallorca: Ein kurzer geschichtlicher Hintergrund

Dass Piraten auf Mallorca bis heute so präsent sind, hat einen realen historischen Hintergrund. Vor allem im 16. und 17. Jahrhundert war die Insel immer wieder Ziel von Angriffen sogenannter Korsaren, also Piraten mit politischem Auftrag.

Nachdem die spanische Seemacht Teile Nordafrikas erobert hatte, griffen die dortigen Herrscher nicht offen an, sondern schickten Korsaren ins Mittelmeer. Offiziell handelten diese nicht unter staatlicher Flagge, tatsächlich waren ihre Überfälle aber geduldet. Für Mallorca bedeutete das Jahrzehnte der Unsicherheit.

Einer der bekanntesten Anführer war Chaireddin Barbarossa, der zeitweise große Teile der Piratenflotten im Mittelmeer kontrollierte. Die sogenannten Barbaresken-Korsaren aus dem heutigen Algerien, Marokko und Tunesien segelten regelmäßig die Küsten Mallorcas an. Auch politische Spannungen mit Großbritannien spielten eine Rolle. Zeitweise galt die Insel als nahezu schutzlos.

Ein wichtiger Stützpunkt der Piraten war die Insel Cabrera südlich von Mallorca. Von hier aus wurden Angriffe vorbereitet, Beute gelagert und Schiffe versorgt. Selbst nachdem Mallorca ein dichtes Netz aus Wachtürmen aufgebaut hatte, blieb die Region umkämpft.

Besonders betroffen waren wohlhabende Orte wie Pollença, Alcúdia, Sóller oder Andratx. Ganze Dörfer wurden überfallen, viele Menschen verschleppt, Fischer lebten in ständiger Gefahr. Erst im Laufe des 19. Jahrhunderts ebbten die Piratenüberfälle endgültig ab.

Zum Weiterlesen

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Damaris: Autorin, Mutter & Mallorca-Insiderin

Ich bin Damaris

Seit 2005 auf Mallorca – widerwillig angekommen, begeistert geblieben. Hier teile ich ehrliche Erfahrungen, Tipps und Einblicke rund ums Leben auf der Insel. Mehr über mich erfahren

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