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Puig de Maria: Wanderung bei Pollença mit Wegbeschreibung

Die Wanderung auf den Puig de Maria führt dich von Pollença über einen alten Pilgerweg zu einer ehemaligen Klosteranlage auf 330 Metern Höhe. Der Weg steigt fast durchgehend an, ist technisch aber nicht schwierig. Glatte Pflastersteine, kleine Felshöhlen und weite Aussichten über Pollença machen die kurze Bergtour abwechslungsreich.

Ermita Puig de Maria

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Für die klassische Tour gehst du auf demselben Weg hinauf und wieder zurück. Wenn du etwas mehr entdecken möchtest, kannst du oben zusätzlich einen kleinen Rundweg über den Camí dels Ermitans, eine Felsspalte und den Mirador del Molí Vell einbauen. Für diese Variante solltest du insgesamt etwa 2¼ bis 2½ Stunden einplanen.

Die Wanderung im Überblick

  • Strecke: etwa 4,6 Kilometer, Höhenmeter: rund 270, Gehzeit: etwa 2¼ bis 2½ Stunden mit Rundweg
  • Schwierigkeit: leicht, aber mit stetiger Steigung
  • Empfohlenes Alter: ab etwa 6 Jahren
  • Kinderwagen: nicht geeignet
  • Ausrüstung: feste Schuhe, ausreichend Wasser und eine Taschenlampe
  • Einkehr und Toiletten: derzeit nicht verfügbar; Santuari, Café und Herberge sind wegen Sanierungsarbeiten geschlossen
  • Buchtipp: Diese Runde ist eine von 45 Touren aus Naturzeit mit Kindern: Mallorca. Im Buch findest du weitere Wanderungen und Naturerlebnisse für die ganze Insel sowie die passenden GPX-Tracks für unterwegs.

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Wichtiger aktueller Hinweis zur Klosteranlage

Das Santuari del Puig de Maria, die Cafeteria, die Herberge und die Toiletten sind seit Anfang 2023 geschlossen. Im Jahr 2026 wurden die Vorbereitungen für die Sanierung wieder aufgenommen. Geplant sind unter anderem die Erneuerung der Cafeteria, der Sanitäranlagen, der Elektrik und der Wasserversorgung. Ein bestätigter Termin für die Wiedereröffnung liegt derzeit nicht vor.

Die Wanderung und die Aussichtspunkte bleiben das eigentliche Ausflugsziel. Nimm aber unbedingt genügend Wasser und Verpflegung mit und rechne nicht mit einer Einkehr oder einer nutzbaren Toilette. Da Bauarbeiten den Zugang kurzfristig beeinflussen können, solltest du den aktuellen Stand vor deinem Besuch noch einmal prüfen.

Zum Nachlesen: Aktueller Bericht des Bistums Mallorca zur Restaurierung · Bericht zur Wiederaufnahme der Arbeiten im Sommer 2026

Start und Parken in Pollença

Der Ausgangspunkt liegt am südlichen Rand von Pollença, nahe der Ma-2200. Ein guter Orientierungspunkt ist der Beginn der Zufahrt zum Puig de Maria. Dort führt ein Weg durch ein Tor aus Zypressen den Berghang hinauf. Am Straßenrand steht ein Wegweiser zum Puig de Maria.

Wanderung Puig de Maria Pollença

Wenn du mit dem Auto anreist, parkst du am besten in Pollença und gehst die letzten Meter zu Fuß zum Start. Sonntags solltest du mehr Zeit für die Parkplatzsuche einplanen, weil dann der Wochenmarkt stattfindet.

Verbinde die Tour bei Bedarf mit einem Spaziergang durch Pollença. Für Kinder lässt sich der Ort auch mit der Schnitzeljagd durch Pollença entdecken.

Die Wanderung auf den Puig de Maria

Die Route beginnt am Rand von Pollença und folgt zunächst der alten Zufahrt zum Klosterberg. Später wechselt der Untergrund auf den historischen Pilgerweg. Wenn du nicht nur direkt zum Santuari hinaufsteigen möchtest, kannst du den Aufstieg mit dem Camí dels Ermitans und dem Aussichtspunkt an der alten Mühle zu einer kleinen Runde erweitern.

Auf der asphaltierten Straße aus Pollença hinaus

Klosterberg Puig de Maria

Hinter dem Zypressentor beginnt der Aufstieg auf einer asphaltierten Straße. Sie führt in mehreren Serpentinen an Terrassen mit Trockenmauern und den letzten Häusern von Pollença vorbei.

Der Weg ist hier breit und einfach zu finden. Gleichzeitig merkst du die Steigung von Anfang an. Wähle ein ruhiges Tempo und nutze die ersten Ausblicke für kurze Pausen.

Nachdem du die letzten Häuser hinter dir gelassen hast, siehst du in einer der Kurven die Reste eines alten Saumpfads und einer Tränke. Früher konnten Lasttiere hier auf dem Weg hinauf ihren Durst stillen.

Über den alten Pilgerweg nach oben

Wanderung Puig de Maria

Wenig später endet die Asphaltstraße. Ab hier steigst du über einen gepflasterten Treppenweg weiter hinauf. Dieser Abschnitt gehört zum alten Pilgerpfad.

Der Aufstieg ist an keiner Stelle technisch schwierig. Die stetige Steigung fordert trotzdem etwas Kondition. Vor allem beim Abstieg können die runden Pflastersteine sehr glatt sein. Feste Schuhe mit gutem Profil sind deshalb wichtiger als auf den ersten Metern vermutet.

Der Weg führt überwiegend durch Wald. Steineichen und Kiefern spenden Schatten, zwischendurch öffnen sich Blicke auf Pollença und die umliegende Landschaft.

Abstecher in die Cova del Dimoni

Wanderung Puig de Maria

Nach einiger Zeit erreichst du die Cova del Dimoni, die Höhle des Dämons. Es handelt sich eher um eine tiefe Felsspalte als um eine klassische Höhle. Am Eingang kann ein wenig geklettert und mit Vorsicht ein Stück hineingegangen werden.

Links neben dem Eingang befindet sich ein Felsen mit einem weißen Kreuz. Eine Aushöhlung erinnert an einen steinernen Stuhl. Im Volksglauben heißt dieser Platz Cadireta del Bon Jesús. Schwangere Frauen sollen dort früher um eine sanfte Geburt gebeten haben.

Variante über den Camí dels Ermitans

Kurz nach der Cova del Dimoni zweigt ein ausgeschilderter Weg nach links auf den Camí dels Ermitans ab. Wenn du nur den direkten Aufstieg zum Kloster gehen möchtest, bleibst du auf dem Pilgerweg. Für die abwechslungsreichere Runde folgst du der Abzweigung.

Puig de Maria Pollença Wanderung

Der Camí dels Ermitans führt dich zur Felsspalte Clot de la Mare de Déu. Der Überlieferung zufolge fanden drei Eremitinnen hier im 14. Jahrhundert eine Darstellung der Jungfrau Maria. Aus dieser Geschichte entwickelte sich später die Gründungslegende des Heiligtums.

Anschließend erreichst du den Mirador del Molí Vell. Neben den Resten einer alten Mühle ist vor allem die Aussicht sehenswert. Du blickst über Pollença, das Tramuntana-Gebirge und bei klarer Sicht bis zu den Buchten und zum Meer.

Vom Aussichtspunkt sind es nur noch wenige Schritte bis zur Klosteranlage.

Ankunft auf dem Puig de Maria

Die befestigte Anlage mit ihrem alten Wehrturm wirkt eher wie eine kleine Burg als wie ein Kloster. Rund um das Plateau findest du verschiedene Aussichtspunkte und Picknickmöglichkeiten.

Von hier oben reicht der Blick je nach Standort über Pollença, Port de Pollença, die Halbinsel Formentor, die Bucht von Alcúdia und die Ausläufer der Serra de Tramuntana. Gerade am Morgen und am späten Nachmittag ist das Licht besonders schön.

Puig de Maria Pollença Wanderung
Wanderung Puig de Maria

Beachte die aktuelle Schließung: Die Innenräume des Santuari, die Cafeteria, die Herberge und die Toiletten stehen während der Sanierung nicht zur Verfügung. Auch ältere Angaben zu Restaurantzeiten, Übernachtungen oder dem Kauf von Holzkohle sind derzeit nicht gültig.

Wenn du picknicken möchtest, bringst du alles selbst mit und nimmst deinen Müll wieder mit hinunter. Beachte außerdem die jeweils geltenden Regeln zum Grillen und zur Waldbrandgefahr.

Rückweg nach Pollença

Für den Rückweg verlässt du die Anlage durch das Haupttor und folgst dem gepflasterten Pilgerweg bergab. Nach zwei Kurven erreichst du wieder den Abzweig zum Camí dels Ermitans.

Von dort gehst du am Felsenstuhl und an der Cova del Dimoni vorbei. Anschließend folgst du demselben Weg, den du beim Aufstieg genommen hast, zurück zum Ausgangspunkt.

Ist die Wanderung für Kinder geeignet?

Die Wanderung ist für Familien geeignet, wenn die Kinder längere Steigungen bewältigen können. Technisch schwierige oder ausgesetzte Stellen gibt es auf dem normalen Weg nicht. Die Herausforderung liegt in den rund 270 Höhenmetern und im teilweise rutschigen Pflaster.

Für Kinder ab etwa sechs Jahren ist die komplette Runde meiner Meinung nach gut machbar. Jüngere wandererfahrene Kinder können den direkten Auf- und Abstieg ebenfalls schaffen, benötigen aber mehr Pausen. Ein Kinderwagen ist wegen des oberen Pflasterwegs und der Stufen nicht sinnvoll.

Besonders spannend sind für Kinder:

  • die Cova del Dimoni,
  • kleine Kletterstellen an den Felsspalten,
  • Ziegen und andere Tiere am Weg,

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Die Geschichte & Legende des Klosterberges

Die Ursprünge des Heiligtums reichen bis ins Jahr 1348 zurück. Der Legende zufolge beobachteten drei fromme Frauen mehrere Nächte lang ein Licht auf dem Berg. In einer Felsspalte fanden sie schließlich eine Marienfigur.

Wanderung Puig de Maria

Als die Figur nach Pollença gebracht werden sollte, soll sie mit jedem Schritt schwerer geworden sein. Auf dem Rückweg zum Fundort wurde sie wieder leichter. Die Menschen deuteten dies als Zeichen, auf dem Puig de Maria ein Heiligtum zu errichten.

Die Kapelle wurde 1355 geweiht. Später kamen Klostergebäude und ein Wehrturm hinzu. Dieser bot den Einwohnern Pollenças bei Piratenangriffen Schutz. Im Laufe der Jahrhunderte lebten verschiedene Frauen- und Männerorden auf dem Berg.

Video zur Wanderung

Zum Weiterlesen

Wenn du nach der Tour noch mehr von Pollença und dem Nordosten Mallorcas entdecken möchtest, findest du hier passende Artikel aus dem Themencluster:

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Damaris: Autorin, Mutter & Mallorca-Insiderin

Ich bin Damaris

Seit 2005 auf Mallorca – widerwillig angekommen, begeistert geblieben. Hier teile ich ehrliche Erfahrungen, Tipps und Einblicke rund ums Leben auf der Insel. Mehr über mich erfahren

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