Portocolom liegt im Südosten Mallorcas und zählt zu den schönsten Naturhäfen der Insel. Statt großer Hotelanlagen erwarten dich hier bunte Fischerhäuser, kleine Bootsgaragen, ruhige Strände und eine entspannte Hafenatmosphäre. Besonders schön ist ein Spaziergang entlang der Carrer de la Mar mit Blick auf die traditionellen Boote und den alten Hafen.

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Im Ort selbst findest du kleine Buchten, Aussichtspunkte, einen Leuchtturm und schöne Plätze zum Schnorcheln oder Stand-up-Paddeln. Portocolom eignet sich für alle, die Mallorca etwas ruhiger erleben möchten, egal ob als Tagesausflug, mit Kindern oder als entspannter Urlaubsort abseits der großen Touristenorte.
Portocolom auf einen Blick
- Das Besondere: Ruhiger Naturhafen mit bunten Fischerhäusern.
- Lohnt sich Portocolom? Ja, für einen entspannten Tagesausflug, Spaziergänge am Hafen und ruhige Stunden am Meer.
- Highlights: Altstadt rund um die Plaça Sant Jaume, Carrer de la Mar, Leuchtturm, Sa Cova Foradada und die kleinen Buchten am Hafen.
- Die schönsten Strände: Cala Marçal, S’Arenal de Portocolom und die naturbelassene Bucht S’Algar.
- Parken: Am einfachsten auf dem Parkplatz beim alten Fischerviertel im östlichen Hafenbereich.
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Sehenswürdigkeiten in Portocolom
Portocolom ist zwar klein, hat aber charmante Ecken und historische Atmosphäre. Diese 6 Orte solltest du bei deinem Besuch nicht verpassen:
Die bunten Häuser an der Carrer de la Mar

Die Carrer de la Mar ist die meistbesuchte und fotografierte Straße in Portocolom. Auf ihr bekommst du ein sehr charakteristisches Bild vom ehemaligen Fischerhafen. Die Bilder, die hier entstehen, sind wahre Postkartenmotive, mit den bunten Häusern mit Balkonen im ersten Stock auf der einen und dem Meer mit den kleinen Booten auf der anderen Seite.
Tipp: Ideal für einen kurzen Stopp mit Kindern: Während die Kleinen auf dem Piratenschiff spielen, können Eltern entspannt auf Bänken das Meer beobachten.
Kirche, Altstadt & Plaça Sant Jaume

Der zentrale Platz mit der danebenliegenden Kirche ist das Zentrum des alten Fischerviertels, das auch Es Riuetó genannt wird. Hier reiht sich ein buntes Haus ans nächste, mit den charakteristischen kleinen Türen und Fenstern und sehr vielen interessanten Details an den Fassaden. Ein Spaziergang durch die engen Straßen ist ein Muss. Nicht verpassen: Die Kirche Mare de Déu del Carme
Tipp: Einfach treiben lassen, hier zeigt sich das alte Mallorca von seiner schönsten Seite.
Die Kirche Madre de Dios del Carmen liegt im Zentrum des alten Fischerviertels, leicht erhöht über dem Hafen. Sie wurde zwischen 1884 und 1887 im gotischen Stil errichtet. Wichtigste Details sind die Buntglasfenster. Der Bau aus Backsteinen ist ansonsten eher schlicht.
Der Hafen von Portocolom & die traditionellen Llaüts

Der Hafen in Portocolom war besonders im 19. Jahrhundert von großer Bedeutung für den Seehandel der Insel. Heute ist die wirtschaftliche Bedeutung des Hafens nicht mehr ganz so groß. Aber ein Hauch der Größe ist immer noch zu spüren.
Tipp: Manchmal entdeckt man noch Berufsfischer und ausgelegte Netze.
Du solltest deine Augen auch nach den traditionellen Segelbooten, den Llaüts, offen halten. Vereinzelt sind sie zwischen den Yachten immer noch anzutreffen. Mittlerweile motorisiert werden sie auch oft als Ausflugsboote genutzt.
Aussichtspunkt & Leuchtturm an der Carrer del Far

Die Carrer del Far ist die Straße, die vom Hafen in Portocolom zum Leuchtturm führt. In Teilen stelle ich sie auch weiter unten noch einmal vor, weil sie sehr gut für kleine Spaziergänge und Touren mit dem Kinderwagen geeignet ist.
Direkt am Anfang dieser Straße gibt es einen weiteren Parkplatz. Unmittelbar dahinter führt eine kleine Treppe auf einen Holzweg. Wenn man ein kleines Stück läuft, kommst du an einen Picknicktisch. Von hier blickst du über das Wasser auf die Bootsgaragen und die dahinterliegenden Häuser.
Der Leuchtturm am nordöstlichen Ende des Hafens ist das Aushängeschild des Fischerdorfes. Er steht 42 Meter über dem Meer am Ende der Steilküste mit dem Namen Sa Punta. Er wurde 1863 errichtet und 1918 und 1965 renoviert, wobei der Turm erst ein Stückchen höher und dann wieder zurückgebaut wurde.
Noch mehr Leuchttürme auf Mallorca findest du hier.
Die Höhle Sa Cova Foradada: Der bekannteste Fotospot


Wenn du dich auf Social Media umsiehst, wirst du ein Fotomotiv regelmäßig antreffen, wenn es um Portocolom geht. Der Leuchtturm fotografiert durch eine Höhle. Oder oberhalb eines imposanten Steinbogens. Das ist die Höhle Sa Cova Foradada, die Höhle mit Loch. Sie befindet sich am Ende der östlichen Landzunge und ist relativ leicht zu erreichen.
Teile der Höhle sind eingestürzt, was zur Bildung des Naturdenkmals geführt hat. Von der Straße führt ein Trampelpfad zur Küste. In die Reste der Höhle kannst du hinabklettern. Sofern das Meer nicht zu aufgewühlt ist und Wellen in die Höhle schwappen. Alternativ kannst du auch auf dem Bogen entlanglaufen. Er ist breiter, als es auf den ersten Blick aussieht.
Die schönsten Strände in Portocolom
Im Gegensatz zu anderen Küstenorten und ehemaligen Fischerdörfern ist Portocolom von übermäßigem Ansturm bisher verschont geblieben. Das liegt vor allem auch daran, weil es im Hafen keinen richtig großen Strand gibt. Aufs Baden musst du aber dennoch nicht verzichten.
Cala Marçal: Der bekannteste Strand


Die Cala Marçal ist der Hauptstrand in Portocolom, liegt aber bereits ein wenig außerhalb. Sie ist 150 Meter lang und 90 Meter breit und lockt mit ruhigem, klarem Wasser. Um den Strand herum sind einige touristische Infrastrukturen entstanden. Im Sommer wird es deswegen auch entsprechend voller.
Zum Zeitvertreib kannst du am Strand Tretboote ausleihen. In der Nähe finden sich Möglichkeiten für Stand-up-Paddle und Tauchen. Hinter dem Strand gibt es einen Spielplatz. Auch vorhanden ist eine Strandbar, ein Restaurant und zahlreiche Geschäfte an der Promenade.
S’Arenal de Portocolom: Ruhiger Strand am Hafen


Da an der Cala Marçal eigentlich ausschließlich Touristen anzutreffen sind, zieht es die Einheimischen an andere Stellen. Sie sind an der Ostseite des Hafens zu finden, wo sich eine mit Kiesel und Felsen durchbrochene kleine Sandfläche erstreckt. Der Strandstreifen ist eher schmal, aber von kurios gewachsenen Kiefern gesäumt, die Schatten spenden.
Ganz ohne Service bist du am s’Arenal de Portocolom aber auch nicht. Es gibt eine kleine Strandbar und ein weiteres Lokal ein Stück höher an den Felsen. Liegen und Sonnenschirme können auch gemietet werden. Es geht sehr flach ins Meer. Besonders reizvoll ist für Kinder außerdem die schwimmende Insel, die im Sommer vor dem Strand liegt. Darauf befindet sich eine Rutsche und Sprungtürme.
Kleine Buchten & naturbelassene Badestellen

Etwas weiter südlich, also wieder auf dem Weg zurück zum Hafen, findest du eine kleine Badestelle, an der, dem Namen nach, die Esel badeten. Einen richtigen Strand gibt es keinen, es ist eher felsig. Aber die Stelle wird sehr gut besucht von Einheimischen, die sich im Schatten der Bäume ihre Klappstühle aufstellen und ein Bad im Meer wagen.
Etwas außerhalb von Portocolom liegt eine Bucht, in der der Strand S’Algar zu finden ist. Hauptsächlich besteht er aus Steinen und Felsen. Aufgrund des vermehrten Besucheraufkommens wurde die Zufahrt zum Strand S’Algar im Sommer mittlerweile gesperrt. Theoretisch ist es möglich, in Strandnähe zu parken. Besser ist der ausgewiesene Parkplatz im Hafen. Von dort sind es circa 15 Minuten zu Fuß.
So würde ich einen Tag in Portocolom verbringen
- Erster Stopp an der Sa Cova Foradada: Gut zum Foto machen und einen ersten Blick auf den Hafen.
- Frühstück, Snack oder Mittagessen am Wasser: Zum Beispiel im Volare direkt am Hafen.
- Spaziergang durch den alten Hafen: vorbei an den bunten Häusern der Carrer del Mar.
- Über den Holzsteg Richtung Leuchtturm: Auch mit Kindern plus Kinderwagen gut machbar. Bis ganz zum Leuchtturm würde ich persönlich gar nicht laufen, weil das Gelände abgesperrt ist.
- Nachmittags an den Strand S’Arenal: Der Strand ist perfekt für Kinder, im Sommer gibt es eine schwimmende Plattform mit Sprungbrett. Eltern können in der Bar sitzen und den Sonnenuntergang ansehen.
Mit kleinen Kindern: Touren mit Kinderwagen



Falls du gerne auf dem Wasser unterwegs bist, kannst du den Hafen auch meerseitig erkunden, beispielsweise mit Kajak oder Stand-up-Paddle. Die kannst du im Hafen mieten.
Durch die schmale Öffnung zum Meer ist das Wasser hier immer sehr ruhig. Also ideale Bedingungen, um sich auf einem SUP auszuprobieren.
Bootstouren ab Portocolom: Ausflüge auf dem Meer
Als Hafenort gehört es sich natürlich, dass auch in Portocolom Bootstouren angeboten werden. Der günstigste und einfachste Ausflug wird von Starfish durchgeführt.
Das Glasbodenboot legt in der Hauptsaison mehrmals täglich an der Mole Sa Duana im westlichen Teil des Hafens an und bringt euch nach Cala d’Or, in den Naturpark Mondragó und zum Fischerdorf Cala Figuera. Die Uhrzeiten sind den ausgehängten Postern zu entnehmen.
Ohne Skipper: Boot mieten auf Mallorca ohne Führerschein.
Praktische Tipps für deinen Besuch
- Beste Reisezeit: Portocolom funktioniert fast das ganze Jahr über. Besonders angenehm sind Frühjahr und Herbst, wenn es im Hafen ruhiger ist.
- Parken: Am besten parkst du auf dem kleinen Parkplatz beim alten Fischerviertel im östlichen Teil des Hafens. Von dort erreichst du die meisten Sehenswürdigkeiten zu Fuß. Der Parkplatz am Spielplatz ist ebenfalls praktisch, offiziell aber Mitgliedern des Yachtclubs vorbehalten.
- Anfahrt: Portocolom erreichst du über die Landstraße zwischen Santanyí und Felanitx. Beide Abzweigungen führen direkt in den Hafenort. Im alten Fischerviertel sind die Straßen teilweise eng und verwinkelt.
- Mit Kindern: Besonders angenehm mit Kindern sind der Spielplatz am Hafen, die flachen Strände um S’Arenal und die ruhige Atmosphäre entlang des Wassers.
- Markt: Der Wochenmarkt findet jeden Dienstag zwischen der Carrer de la Marina und der Plaça del Comerç statt.
Geschichte: Kolumbus, Piraten & Weinhandel
Laut alter Dokumente gaben katalanische Kaufleute dem Hafen wohl bereits während der muslimischen Herrschaft den Namen Portocolom. Es ist auch wahrscheinlich, dass er schon unter den Römern existierte. Der Name ist nicht auf Christopher Kolumbus zurückzuführen (auf Spanisch heißt er Cristófol Colón), was einige hiesige gerne erzählen. Sondern auf die Tauben (Katalan: Colom), die hier anzutreffen waren.

Geprägt wurde der Ort vor allem durch die Piraten, die Mallorca im Mittelalter immer wieder heimsuchten. Im 16. Jahrhundert wurde ein Wachturm errichtet, der am Eingang des Hafens potenzielle Angriffe frühzeitig erspähen sollte. Leider ist davon nichts mehr erhalten.
Wirtschaftlich lebte die Region vom Weinhandel. Im 19. Jahrhundert erreichte dieser seinen Höhepunkt. Bereits im Jahrhundert zuvor begann die Stadt zu wachsen. Es entstand der heutige historische Kern. Mit der Reblauskrise kam die Wirtschaft und das Wachstum des Ortes zu einem Stopp. Von da an lebten die Menschen in Portocolom vorrangig vom Fischfang. Mit dem Einzug des Tourismus auf Mallorca entstanden ab den 1960er Jahren weitere Siedlungen.
Häufige Fragen zu Portocolom
Lohnt sich ein Besuch in Portocolom?
Ja, besonders wegen des großen Naturhafens, der bunten Häuser im alten Fischerviertel und der entspannten Atmosphäre abseits der großen Touristenorte.
Hat Portocolom eine Altstadt?
Ja. Das historische Fischerviertel rund um die Plaza Sant Jaume gilt als ältester Teil des Ortes.
Wo sind die bunten Häuser in Portocolom?
Die bekanntesten bunten Häuser findest du entlang der Carrer de la Mar im alten Hafenbereich.
Wann ist Markt in Portocolom?
Der Wochenmarkt findet dienstags zwischen der Carrer de la Marina und der Plaça del Comerç statt.
Wo kann man in Portocolom parken?
Am praktischsten ist der Parkplatz am alten Fischerviertel im östlichen Hafenbereich. Von dort erreichst du viele Sehenswürdigkeiten zu Fuß.
Zum Weiterlesen
- Südosten Mallorca: Die schönsten Orte, Buchten & Ausflugsziele
- Die schönsten Strände im Südosten Mallorcas
- Cala d’Or: Tipps für Strände, Hafen & Altstadt
- Naturpark Mondragó: Buchten, Wanderungen & Familien-Tipps
- Kloster mit Weitblick: Santuari de Sant Salvador
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