Rezept: Die beste Paella auf Mallorca

Die beste Paella auf Mallorca

Das wohl bekannteste spanische Gericht ist zweifelsfrei die Paella. Sie steht auf den Speisekarten fast aller Restaurants und auch zu Hause bei den Mallorquinern wird das Reisgericht regelmäßig zu Tisch getragen. Denn es ist nahrhaft, schnell zubereitet und kostengünstig.  Ursprünglich war die Paella ein Arme-Leute-Essen. So in etwa wie der Eintopf in Deutschland. Alles, was zur Hand war, kam hinein. Nur eben nicht in den Topf, sondern in die Paella, die Pfanne. Jetzt können wir uns natürlich darüber streiten, wo es die beste Paella auf Mallorca gibt. Weiter unten teile ich einige Adressen mit euch, von denen ich denke, dass dort ganz ansehnliche Gerichte angeboten werden. Die beste Paella macht aber in meinen Augen meine Schwiegermutter. Und deren einfaches Rezept teile ich auch. Vorher jedoch ein wenig Geschichte.

Die Entstehung der Paella

Die Paella stammt von der spanischen Ostküste, der Region um Valencia und bezeichnete zunächst die große Pfanne oder Schale, in der das Reisgericht zubereitet wurde. Ursprünglich fand man in dem einfachen Mahl keine Meeresfrüchte. Hauptsächlich war es Hühner- und Kaninchenfleisch, aber auch vom Feld gesammelte Schnecken, die in Maßen zugegeben wurde. Hauptbestandteil war der Reis, der sättigen sollte.

Die Geschichte der Paella

Traditionell wurde eine Paella im Freien an einem offenen Holzfeuer zubereitet. Dabei stand die Pfanne auf einer Art Stativ direkt über dem Feuer. Der Einfachheit halber wurde der fertige Reis dann auch direkt aus der Pfanne gegessen. Eine Tradition, die im ländlichen Raum immer noch zu finden ist. Auch in Teilen Andalusiens und mit anderen einfachen, traditionellen Gerichten wie Gachamiga.

Wie man Paella richtig isst

Damit ihr euch nicht sofort als unwissende Urlauber outet: Eine Paella isst man nur zum Mittagessen. Zwar werdet ihr in keinem Restaurant abgewiesen, wenn ihr den Reis zum Abendessen bestellt, aber ihr könnt davon ausgehen, dass hinter eurem Rücken die Augen verdreht werden. Paella ist äußerst nahrhaft und versorgte die Bauern früher mit Energie, um den restlichen Tag harter Arbeit zu überstehen. Zum Abendessen liegt es zu schwer im Magen.

Vor nicht allzu langer Zeit machte ein Starkoch den Fehler, seine Variante der Paella mit Chorizo zu verfeinern und in einem Topf zu präsentieren. Er erntete einen schönen Shitstorm. Denn nur in der typischen Pfanne entsteht eine richtige Paella.

Paella rezept

Egal ob im Restaurant oder zu Hause: Die Paella wird in der richtigen Pfanne vorbereitet und präsentiert. Alles andere ist irgendein Reisgericht. Vielerorts auf den Märkten, aber auch in einigen Läden kann man die Paella-Pfannen in verschiedenen Größen kaufen. Die kleinste ist für zwei Personen gedacht und auch auf einem normalen Herd anwendbar. Obwohl das dann natürlich nicht 100 Prozent authentisch ist.

Welche Arten von Paella gibt es?

Wie bei den Eintöpfen gibt es auch bei der Paella eine Vielzahl von regionalen Unterschieden. In Valencia gehören traditionell keine Meeresfrüchte hinein. Auf Mallorca gibt es die Variation des Arroz Brut, dem dreckigen Reis, der statt mit dem orangen Färbemittel mit Tintenfischtinte eingefärbt wird.

Als schnelles Gericht unter der Woche kommt Paella auch oft nur mit Hühnerfleisch aus. Die touristische Variante und als Gericht zu besonderen Anlässen kommen Meeresfrüchte hinzu.

Unser Paella-Rezept

Falls ihr nun Lust habt, selbst einmal eine Paella auszuprobieren, teile ich mit euch hier das Rezept meiner Schwiegermutter mit euch. Das ist sehr einfach und ihr dürft es auch einfach in einer großen Pfanne auf dem Herd ausprobieren. Wir verraten es keinem!

Zutaten Paella

Zutaten

  • 3 große Tomaten (alternativ fertige Tomatensoße)
  • Colorante Alimentario (Orange Lebensmittelfarbe) Empfehlung, alternativ Safran.
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 rote Paprika
  • 1 grüne Paprika
  • 100 g grüne Bohnen
  • 100 g Erbsen (oder Mischgemüse)
  • Salz, Pfeffer
  • 1 l Hühnerbrühe oder Gemüsefond
  • 400 g Reis Arroz Bomba, alternativ Langkorn
  • 250 g Hühnerbrust.
  • 1 Zitrone

Wahlweise:

  • Garnelen
  • Meeresfrüchte-Mix (gibt es in den spanischen Supermärkten tiefgefroren als Paella-Mix mit Muscheln, Garnelen und Kalmar)

Profi-Ausrüstung:

Zubereitung

Als allererstes wird das Fleisch und die Meeresfrüchte in Olivenöl leicht angebraten. Währenddessen die Tomaten pürieren, Zwiebel und Knoblauch klein-, Paprika in Streifen schneiden. Gemüse und Zwiebel dazu und kurz garen. Mit der Tomatensoße löschen. Salz, Pfeffer und Farbpulver dazugeben. Den Reis hinzufügen und kurz andünsten. Danach die Brühe hinzugeben und solange köcheln lassen, bis keine Flüssigkeit mehr zu sehen ist. Vom Feuer nehmen, abdecken und 10 Minuten ruhen lassen. Mit Zitronenecken garnieren und servieren.

Die beste Paella auf Mallorca. Rezept.

 

Bon profit!

Die beste Paella auf Mallorca

Wir wollen gar nicht über Geschmack streiten. Deswegen hier einige Empfehlungen wo es auf Mallorca sehr gute Paella-Restaurants gibt.

Restaurante Sa Foradada

An vielen Stellen wird das kleine rustikale Restaurant am Lochfelsen in der Nähe von Deià als eines der besten Restaurants genannt. Denn die Paella wird hier fast authentisch auf einem offenen Holzfeuer zubereitet.

Das Restaurant ist auch bei Einheimischen sehr beliebt. Die reisen oft über dem Seeweg an. Denn direkt in der Bucht liegt ein kleiner Hafen. Alternativ geht von der Hauptstraße ein leichter Wanderweg direkt zum Restaurant. Hier haben wir die Wanderung zum Lochfelsen ausgiebig beschrieben.

Restaurante Sa Foradada
April – Oktober
Täglich außer Donnerstags
12.30 – 16.00 Uhr

Restaurante Ca’l Dimoni

In der Nähe von Algaida findet ihr dieses Restaurant mit sehr rustikalen Interior. Die Speisekarte ist sehr übersichtlich. Ihr werdet nur typische mallorquinische Gerichte finden. Die Spezialität des Hauses ist Arroz Brut, die mallorquinische Variante der Paella. Das Restaurant ist ganzjährig geöffnet. Reservierungen sind jedoch notwendig. Besonderheit: Zur Mittagszeit geht der namensgebende Dämon durch die Reihen, verteilt Süßigkeiten und lässt sich fotografieren.

Restaurante Ca’l Dimoni
Täglich außer Dienstag und Mittwoch
12.00 – 16.00 & 19.00 – 23.30 Uhr
Telefon: +34 971 66 50 35

Restaurante Sa Fonda de Lluc

Direkt am Kloster von Lluc befindet sich das renommierte Restaurant, in dem neben vielen anderen elaborierten Gerichten auch Paella serviert wird. Das Interior ist sehr weitläufig und von Säulen gesäumt. Das Restaurant wird ganzjährig von Einheimischen besucht. Wegen der privilegierten Lage ist es ratsam zu reservieren.

Restaurante Sa Fonda de Lluc
Täglich außer Sonntag
8.00 – 23.00 Uhr
Telefon: +34 971 51 70 22

Restaurante Es Verger

Dieses Restaurant befindet sich auf einem naturbelassenen Plateau auf halbem Weg zur Burg von Alaró, beziehungsweise für uns Familien an dessen Start. Bekannt ist Es Verger vor allem für seinen Lammrücken und den alten Holzofen, in dem die Gerichte seit vielen Jahren vom immer gleichen Koch zubereitet werden.

Da das Restaurant sowohl bei Einheimischen als auch Wanderern einen guten Ruf genießt, ist es möglich, dass ihr euch einen Tisch mit jemanden anderen teilen müsst.

Restaurante Es Verger
Täglich außer Montag
10.00 – 20.00 Uhr
Telefon: +34 971 18 21 26

Die beste Paella in Cala d’Or

Wer die verschiedenen Zubereitungsweisen von Paella direkt sehen und probieren möchte, ist immer im März in Cala d’Or an der richtigen Adresse. Dort findet seit 6 Jahren jährlich ein Wettstreit statt, bei dem die beste Paella der Gemeinde gekürt wird. Der Wettbewerb findet immer an einem Samstag Mitte März statt.

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