Die Ermita de la Victoria liegt auf der Halbinsel La Victoria im Norden Mallorcas bei Alcúdia. Das ehemalige Kloster ist ein ruhiger Rückzugsort, Startpunkt mehrerer Wanderungen und eine der wenigen Möglichkeiten, abgeschieden und naturnah auf Mallorca zu übernachten. In diesem Guide findest du alles Wichtige: Geschichte, Anfahrt, Wanderungen, Strände und Tipps für Familien.

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Mönche, Soldaten, Schmuggler: Sie alle hinterließen ihre Spuren auf der Halbinsel. Die Einsiedelei ist als spirituelles Zentrum am besten erhalten geblieben. Obwohl die Wachtürme eigentlich eine viel wichtigere Funktion innehatten, sind von ihnen nur ein paar Ruinen übrig, die auf spannenden Wanderungen um das ehemalige Kloster entdeckt werden können.
Die wichtigsten Infos:
- Lage: Halbinsel La Victoria bei Alcúdia (Nordosten)
- Ideal für: Wanderer, Naturliebhaber, ruhesuchende Urlauber
- Übernachten: Möglich im ehemaligen Kloster
- Highlights: Küstenwanderungen, Aussichtspunkte, Naturstrände
- Mit Kindern: Ja, mit etwas Wandererfahrung
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Was ist die Ermita de la Victoria?
Die Ermita de la Victoria ist ein ehemaliges Kloster und das spirituelle Zentrum auf der Halbinsel La Victoria. Im Vergleich zur benachbarten und weitaus bekannteren Halbinsel Formentor ist es hier deutlich ruhiger. Wenig Verkehr, viel Natur und beeindruckende Ausblicke über die Bucht von Alcúdia bis hinüber zum Cap de Formentor.


Bei den Einheimischen ist die Ermita als Ausflugsziel sehr beliebt und vielen dient sie als Ausgangspunkt für Wanderungen. Im alten Klostergebäude befindet sich heute eine kleine Hostatgeria für Übernachtungsgäste.
Übernachten im alten Kloster
Wenn du es ruhig, einfach und besonders magst, kannst du direkt in der alten Einsiedelei übernachten. Die Petit Hotel Hostatgeria La Victoria bietet:
- 12 einfache Gästezimmer (ehemalige Mönchszellen)
- Historisches Ambiente mit Meerblick
- Sehr ruhige Lage mitten in der Natur
- Startpunkt mehrerer Wanderungen direkt vor der Tür

Nach der Renovierung im Jahr 2000 verbindet das alte Gebäude historischen Charme mit schlichtem Komfort. Luxus solltest du allerdings nicht erwarten: Die Zimmer sind klein, die Badezimmer sehr kompakt, es gibt weder Klimaanlage noch Heizung.
Und die Verpfelug? Es gibt ein kleines Frühstück im Haus. Nebenan befindet sich das Restaurante Mirador de La Victoria, das aber nur saisonal geöffnet ist.
Wandern rund um die Ermita de la Victoria
Die Einsiedelei ist ein perfekter Ausgangspunkt für abwechslungsreiche Wanderungen, von entspannten Küstenspaziergängen bis zu aussichtsreichen Gipfeltouren.
Küstenwanderung nach Manresa & Bonaire

Leichte Spaziergänge entlang der Küste mit Badepausen an den Stränden Sant Pere und Sant Joan. Beide eignen sich sehr gut für Badepausen. Besonders schön sind die Ausblicke auf die Halbinsel Formentor.
Der alte Wehrturm Talaia d’Alcúdia

Eine der beliebtesten Wanderungen der Region führt zur Talaia d’Alcúdia, dem höchsten Punkt der Halbinsel. Der Weg startet direkt an der Ermita und ist gut ausgeschildert. Oben warten Ruinen eines ehemaligen Wachturms und ein fantastischer Rundblick.
- Schwierigkeit: mittel
- Dauer: ca. 2,5–3 Stunden
Hier kannst du mehr zur Wanderung zur Talaia d’Alcúdia lesen.
Versteckte Kanone am Penya de Migdia


Du liebst diese Tipps?
Entdecke alle kinderfreundlichen Aktivitäten, Strände und exklusive Rabatte in meinem Mallorca-Guide.
Eine kürzere, aber sehr spektakuläre Tour führt zu einem alten Soldatenlager und weiter zu einer rostigen Kanone auf einem Plateau. Der Weg ist schmal und stellenweise ausgesetzt, aber mit Sicherungen versehen.
- Trittsicherheit erforderlich
- Mit wandererfahrenen Kindern machbar
Hier erfährst du mehr zu dieser spannenden Wanderung.
Strände auf der Halbinsel La Victoria
Anders als im Rest der Insel sind die Badestellen auf der Halbinsel im Sommer nicht so sehr überlaufen. Hier an diesen Stellen lohnt sich ein Sprung ins Wasser:
Platja de S’Illot: Strand mit Insel

Unser Favorit: steiniger Strand, kristallklares Wasser und eine kleine vorgelagerte Insel. Besonders ist S’Illot schön am Abend bei Sonnenuntergang. Vorsicht vor neugierigen Ziegen beim Picknick.
Sant Pere & Sant Joan: Ideal zum Baden

Kleine, familienfreundliche Strände mit Sandflächen und Pinien. Im Sommer gibt es am Sant Joan eine Strandbar.
Platja de Coll Baix: Naturstrand mit Ziegen

Einer der schönsten Naturstrände Mallorcas. Der Strand Coll Baix ist nur zu Fuß erreichbar, dafür auch im Sommer nicht überlaufen. Grober Sand und wenig Infrastruktur, dafür viel Natur.
Weitere Ausflugsziele in der Nähe
Du bleibst länger oder die Halbinsel gefällt dir? Dann habe ich nur ein paar sehr besondere Ausflugsziele für dich.
Schmugglerhöhle Sa Cova Tancada

Eine der spannendsten Höhlen der Region. Die Sa Cova Tancada ist nicht touristisch erschlossen, aber ohne Spezialausrüstung erreichbar. Voraussetzung für einen Besuch sind Schwindelfreiheit, Trittsicherheit und eine gute Taschenlampe.
Kajaktour mit versteckter Höhle

Vom Wasser aus lassen sich viele Küstenhöhlen entdecken. Bei dieser geführten Kajaktour paddelst du entlang der Steilküste, schwimmst in eine versteckte Höhle und kannst anschließend von Klippen springen und schnorcheln. Der Ausflug eignet sich für Kinder ab circa 6 Jahren.
Skulpturenpark Sa Bassa Blanca

Sa Bassa Blanca ist ein privates Museum mit Skulpturenpark, Gartenanlage und Picknickmöglichkeiten. Ein entspannter Kontrast zu Wanderungen und Stränden.
Geschichte der Ermita
Im 14. Jahrhundert, um das Jahr 1403, soll ein Hirte im Waldgebiet Ses Tres Creus ein Marienbild gefunden haben. Der Legende nach kehrte die Statue immer wieder an diesen Ort zurück, selbst nachdem man sie nach Alcúdia bringen wollte. An dieser Stelle entstand zunächst ein Oratorium, später eine Einsiedelei und schließlich eine Wallfahrtskirche.
Im 15. Jahrhundert lebte der Einsiedler Fray Diego García in der Anlage. Er predigte nicht nur, sondern stellte auch medizinische Elixiere her. Historische Dokumente belegen seine Experimente, die weit über die damaligen Arzneibücher hinausgingen.
Piratenüberfälle im Mittelalter führten dazu, dass die Einsiedelei mehrfach geplündert und beschädigt wurde. Als Reaktion erhielt die Anlage im 18. Jahrhundert ihren heute noch sichtbaren, fast festungsartigen Charakter.
Zum Weiterlesen
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