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Höhlen von Artà: Lohnt sich der Besuch? + Tipps & Tickets

Die Höhlen von Artà gehören zu den beeindruckendsten Tropfsteinhöhlen auf Mallorca. Sie liegen spektakulär an der Steilküste bei Canyamel und bieten nicht nur riesige Höhlenräume, sondern auch eine geführte Besichtigung, die gut in jeden Urlaubstag passt.

Die Höhlen von Arta: Blick aufs Meer

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Doch sind sie wirklich die beste Wahl unter den Höhlen auf Mallorca? Und was solltest du vor deinem Besuch unbedingt wissen? In diesem Artikel erfährst du, ob sich die Coves d’Artà für euch lohnen, was dich vor Ort erwartet und wie du deinen Besuch am besten planst.

Lohnt sich der Besuch der Höhlen von Artà?

Ja, besonders für Familien, der Besuch ist kurz, wetterunabhängig und sehr beeindruckend.

  • Lage: Canyamel (Artà, Osten Mallorca)
  • Öffnungszeiten: Täglich 10 bis 18 Uhr.
  • Dauer: ca. 35–40 Minuten, Mehrsprachige Führungen (auch auf Deutsch) circa alle 30 Minuten.
  • Temperatur: konstant 18°C
  • Kinder: gut geeignet (kein Kinderwagen)
  • Parkplatz: In der Nähe der Höhle, kostenlos, 4 Minuten Fußweg.
  • BusLinie 424
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Das erwartet dich in den Höhlen von Artà

Bevor du dich für einen Besuch entscheidest, hilft es zu wissen, wie die Besichtigung abläuft, was dich in der Höhle erwartet, ob das Ganze auch mit Kindern gut funktioniert und wie du kostenlos einen Blick in die Höhle werfen kannst.

Führung & Dauer

Die Höhlen in Canyamel: Ein Kind macht ein Foto von den Felsformationen.

Die Höhlen von Artà kannst du nur im Rahmen einer Führung besichtigen. Diese finden mehrmals täglich statt, auch auf Deutsch, und dauern etwa 35 bis 40 Minuten.

Der Rundweg ist gut ausgebaut, führt dich aber über viele Stufen durch die einzelnen Säle. Für kleinere Kinder ist das trotzdem gut machbar. Im Zweifel einfach kurz auf den Arm nehmen. Kinderwagen sind allerdings nicht möglich.

Wenn du dir einen festen Zeitslot sichern willst, kannst du vorab Tickets für die Höhlen reservieren.

Highlights der Höhle

Die Tropfsteinhöhle in Artà, Coves d'Artà, bunt angeleuchtete Felsen.

Schon der Eingang ist ein kleines Highlight für sich: Über eine große Freitreppe gehst du hinauf zur Höhle und hast dabei einen weiten Blick aufs Meer.

Drinnen erwarten dich große, offene Höhlenräume und beeindruckende Felsformationen. Besonders in Erinnerung bleibt bei vielen der Bereich „Inferno“, wo Licht und Musik für eine besondere Atmosphäre sorgen.

Ein schönes Detail ist auch die „Orgel“, eine Steinformation, die tatsächlich Töne erzeugen kann. Je nach Führung bekommst du das sogar live zu hören.

Tipps für Familien mit Kindern

Felsformationen in den Höhlen von Artà.

Für Familien ist der Besuch überraschend unkompliziert. Die Führung ist kurz genug, dass auch jüngere Kinder gut durchhalten, und die konstanten 18 Grad sind gerade im Sommer sehr angenehm.

Wichtig zu wissen: Kinderwagen funktionieren hier nicht, und durch die vielen Stufen solltest du dein Kind gut im Blick behalten.

Wenn du unsicher bist, kannst du auch erst einmal ohne Ticket hoch zur Höhle gehen. Die Treppe ist frei zugänglich und du kannst durch das Gitter einen Blick hineinwerfen. Oft hört man sogar die Musik aus dem Inneren.

Vorteile & Nachteile

Eine kleine Dteinbrücke verbindet zwei Bereiche in den Coves d'Artà.

Was den Besuch so angenehm macht, ist vor allem die Kombination aus kurzer Dauer und guter Planbarkeit. Die Höhlen sind eine einfache Lösung für Tage mit schlechtem Wetter oder großer Hitze und gerade mit Kindern ein entspannter Ausflug.

Einschränkungen gibt es trotzdem: Du bist an die Führung gebunden, und durch die vielen Stufen ist der Besuch nicht barrierefrei. Außerdem sind andere Höhlen auf Mallorca teilweise stärker inszeniert.

Tipps für deinen Besuch der Coves d’Artà

Damit dein Besuch möglichst entspannt läuft, findest du hier die wichtigsten Infos zu Preisen, Zeiten und Planung.

Preise & Öffnungszeiten

Die Höhlen von Artà sind ganzjährig geöffnet. Aktuell kannst du sie täglich zwischen 10:00 und 18:00 Uhr besuchen.

Der Eintritt liegt bei etwa:

  • Erwachsene: 17 €
  • Kinder (7–12 Jahre): 10 €

Die Führungen starten in regelmäßigen Abständen, meist etwa alle 30 Minuten. In der Hauptsaison kann es allerdings voller werden, sodass du unter Umständen auf den nächsten freien Slot warten musst.

Beste Uhrzeit

Wenn du es etwas ruhiger haben möchtest, lohnt sich ein Besuch am Vormittag oder später am Nachmittag.

Gerade in den Sommermonaten kann es rund um die Mittagszeit voller werden, weil die Höhlen ein beliebtes Ausflugsziel sind, wenn es draußen sehr heiß ist.

Ein Vorteil: Durch die konstanten 18 Grad ist es in der Höhle selbst immer angenehm, egal zu welcher Tageszeit du kommst.

Mein Tipp: Plane den Besuch entweder früh am Tag oder kombiniere ihn mit einem Abstecher zum Strand von Canyamel.

Tickets & Buchung

Du kannst Tickets direkt vor Ort kaufen. In der Nebensaison ist das meist problemlos möglich.

In der Hauptsaison oder wenn du zu einer bestimmten Uhrzeit gehen möchtest, ist es sinnvoll, vorab zu buchen. So vermeidest du Wartezeiten und bekommst direkt einen festen Platz.

Hier kannst du Tickets für die Höhlen von Artà reservieren.

Aktivitäten in der Nähe (mit Kindern)

Wenn du die Höhlen von Artà besuchst, lohnt es sich, den Ausflug noch ein bisschen auszudehnen. Gerade mit Kindern findest du in der direkten Umgebung mehrere schöne und unkomplizierte Ziele.

Wenn du den Tag entspannt planen willst, ist die Kombination aus Höhle und Strand meist die beste Wahl.

Die Legende von Nuredduna

Die Höhlen von Artà wurden schon seit Urzeiten von Menschen genutzt. Inschriften aus verschiedenen Epochen zeigen, dass sie über Jahrhunderte hinweg immer wieder als Zufluchtsort dienten.

Im 13. Jahrhundert versteckten sich hier die letzten maurischen Soldaten während der Rückeroberung Mallorcas durch König Jaume I von Aragón. Das Gestein im Eingangsbereich ist noch heute von der damaligen Ausräucherung geschwärzt. Später nutzten auch Piraten die Höhlen als Unterschlupf.

Die wichtigste Geschichte rund um die Höhlen geht auf das Gedicht „La deixa del geni grec“ des mallorquinischen Dichters Miquel Costa i Llobera zurück. Im Mittelpunkt steht die Prophetin Nuredduna, die vor über 3000 Jahren in der Siedlung Ses Païsses bei Artà gelebt haben soll. Sie verliebte sich in einen gefangenen griechischen Seefahrer und half ihm bei der Flucht. Ein Verrat, der sie ihr Leben kostete.

Der Legende nach wurde sie von ihrem eigenen Stamm verfolgt und schwer verletzt. Sie floh in die Höhlen von Artà, wo sie schließlich starb. Manche sagen, sie sei dort zu Stein erstarrt und sitze noch heute zwischen den Felsformationen. Unsichtbar für alle, die nur mit den Augen sehen.

Auch wenn die Geschichte aus einem Gedicht stammt, verleiht sie den Höhlen eine besondere Atmosphäre. Wenn du durch die großen Säle gehst, kannst du dir gut vorstellen, warum gerade dieser Ort zur Bühne einer solchen Erzählung wurde.

Weitere Fun Facts zu den Höhlen von Artà

Ein paar Dinge über die Höhlen von Artà sind so kurios oder beeindruckend, dass man sie leicht übersieht, dabei machen sie den Ort erst richtig besonders.

  • Prominente Besucher? Jein. Im Gästebuch tauchen Namen wie Jules Verne, Victor Hugo und Alexandre Dumas auf. Das Problem: Zum Zeitpunkt des angeblichen Besuchs waren zwei von ihnen bereits tot. Sicher belegt ist dagegen der Besuch von Erzherzog Luis Salvator, der die Höhlen ausführlich beschrieb.
  • Die Treppe für eine Königin, die nie kam. Die große Freitreppe am Eingang wurde eigens für Königin Isabella II. gebaut. Sie hatte ihren Besuch angekündigt, erschien dann aber nie. Geblieben ist eine der spektakulärsten Aussichten an dieser Stelle.
  • Früher war der Besuch deutlich abenteuerlicher. Statt Treppen ging es mit Seilen in die Höhle hinab, beleuchtet nur von Fackeln. Komfort sieht heute definitiv anders aus.
  • Größer als gedacht. Der größte Höhlensaal soll ein größeres Volumen haben als die Kathedrale La Seu in Palma.
  • Musik unter der Erde. Im „Inferno“ läuft Chormusik, während die Felsen bunt beleuchtet werden. Und die sogenannte „Orgel“ ist mehr als nur ein Name. Die Steine können tatsächlich Töne erzeugen.
  • Seit über 200 Jahren zugänglich. Bereits seit 1806 können Besucher die Höhlen besichtigen, lange bevor es Tourismus auf Mallorca in der heutigen Form gab.

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Wenn ihr euch vor oder nach dem Besuch der Coves d’Artà dann noch ein wenig bewegen wollt, könnt ihr den Weg am Meer entlang gehen, den wir auch in unserem Buch beschreiben. Er führt euch vorbei an einer Schmugglerhöhle und direkt zum Strand.

Häufige Fragen zu den Höhlen von Artà

Wo sind die Höhlen von Artà?

Anders als der Name vermuten lässt, nicht direkt in Artà, sondern in Canyamel, an der Ostküste Mallorcas.

Lohnt sich der Besuch der Höhlen von Artà?

Ja, der Besuch ist sehr angenehm und die Höhlen durch die Lage am Meer eindrucksvoll.

Welche Höhle ist die schönste auf Mallorca?

Das kommt darauf an, was man sucht. Die Höhlen in Porto Cristo sind kommerziell. Hier in Artà gibt es schöne Lichtinstallationen. Die Höhlen von Campanet sind am natürlichsten.

Sind die Höhlen für Kinder geeignet?

Die Höhle ist spannend für Kinder, die Wege aber nicht mit dem Kinderwagen geeignet.

Wie lange dauert die Besichtigung?

Die Führung durch die Höhle dauert ca. 35 – 40 Minuten.

Zum Weiterlesen

Wenn du deinen Ausflug rund um die Höhlen von Artà noch weiter planen möchtest, findest du hier passende Ideen und Inspiration:

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Damaris: Autorin, Mutter & Mallorca-Insiderin

Ich bin Damaris

Seit 2005 auf Mallorca – widerwillig angekommen, begeistert geblieben. Hier teile ich ehrliche Erfahrungen, Tipps und Einblicke rund ums Leben auf der Insel. Mehr über mich erfahren

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