Spanische Tomatensuppe oder Warum Spanier länger leben: Gazpacho

Rezept: Spanische Tomatensuppe, Gazpacho

Laut der Studie des Healthiest Country Index, in dem 169 Länder verglichen werden, kommt Spanien unter die Top Ten und gilt sogar als eines der gesündesten Länder Europas. Neben dem Zustand des Gesundheitssystems, floss auch die Ernährungstradition mit in die Studie ein. Und da schnitt die mediterrane Diät mit viel Obst, Gemüse, Fisch und Olivenöl phänomenal ab.  Direkt damit im Zusammenhang stehen auch die Zahlen zur Lebenserwartung der Spanier. Nur die Japaner werden älter. Einer der Zaubertränke für langes Leben könnte der Gazpacho sein, die kalte, spanische Tomatensuppe, die ursprünglich aus Andalusien stammt und im Sommer in keiner Küche fehlt. Auch nicht in der mallorquinischen.

Gazpacho: Die kalte Tomatensuppe

Manch einer mag bei der Idee einer kalten Suppe die Augen verdrehen. Und dann auch noch roh. Aber nichts passt besser zum Sommer als Gazpacho. Es ist nahrhaft, leicht verdaulich, voller Vitamine und kann zubereitet werden, ohne den Ofen anzuwerfen. Wer mag im Sommer schon groß kochen? Ich nicht!

Gazpacho: Kalte Tomatensuppe

Wie auch bei anderen Suppen und Gerichten gibt es auch bei der spanischen Tomatensuppe so viele Varianten wie Dörfer auf der Halbinsel. Es ist also etwas verwegen von dem einen, authentischen andalusischen Rezept zu sprechen. Machen wir deswegen auch nicht. Hier gibt es den Gazpacho, so wie wir ihn zubereiten. Ohne viel Extras, schnell und erfrischend. Man kann das je nach Geschmack und Inhalt des eigenen Kühlschrankes auch ergänzen und variieren.

Spanische Tomatensuppe: Das Rezept

Ergibt 1.5 Liter Gazpacho.

  • 1 kg reife Tomaten
  • 1 grüne Paprika
  • 1/2 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1/2 Gurke
  • 1/2 rote Paprika
  • ca. 50 g Weißbrot
  • 2 Teelöffel Essig
  • 2-3 Teelöffel Olivenöl
  • 1-2 Teelöffel Salz

Und das war es dann auch schon fast. Es sollte selbstverständlich sein, dass das Gemüse gewaschen wird. Danach je nach Leistung des Mixers zerkleinern. Ich mache mir da wenig Arbeit. Die Gurke wird geschält und alles zusammen in den Behälter gegeben, in dem es püriert werden soll. Das Brot kann auch sofort mit dazu gegeben werden. Außer ihr wollt eine feinere Textur und den Gazpacho vorher noch einmal sieben. Mir ist das ehrlich gesagt schon zu viel Aufwand. Ich gebe alles auf einmal in den Mixer und mixe los. Am Ende schmecke ich noch ein wenig ab. Und fertig.

Rezept: Gazpacho

Wenn es euch zu dickflüssig ist, könnt ihr kaltes Wasser dazu geben. Für mehr Konsistenz kann mehr Brot rein. Ich fülle die Tomatensuppe am Ende immer in kleine Schraubgläser und stelle sie in den Kühlschrank. Dort halten sie sich ungefähr zwei bis drei Tage.

Varianten & Serviervorschläge

Serviert wird die Tomatensuppe kalt aus dem Kühlschrank, mit geröstetem Brot. Auch mit geröstetem Schinken schmeckt sie sehr gut. Man kann sie löffeln, aber auch als Snack zwischendurch trinken. Praktisch ein Gemüse-Smoothie. Rot, statt grün.

Wer experimentierfreudig ist, kann den traditionellen Gazpacho mit Möhren, Melonen oder Äpfeln verfeinern. Ich selber habe das noch nicht ausprobiert, da wir in unserer Familie alle Gewohnheitstiere sind. Soll aber auch lecker sein.

Wichtig ist, dass die Zutaten frisch sind und die Tomaten sehr reif und rot. Am besten frisch aus dem Garten. Denn da wachsen sie ja wie Unkraut. Zumindest bei uns.

¡Bon profit!

Genießer

Die Mittelmeerdiät wurde bereits 2013 von der UNESCO als Kulturerbe bezeichnet. Nicht wegen der Tomatensuppe, sondern auch weil zu der mediterranen Speisekultur Lebensfreude und Geselligkeit gehört. Das gemeinsame Essen ist hier ein Grundstein der Gesellschaft. Man isst nicht nur, weil man Hunger hat, sondern auch, weil man Zeit mit bestimmten Menschen verbringen möchte. Deswegen sind spanische Essensverabredungen auch immer Tages füllend.

Zum Gesund bleiben, das haben die Spanier besser verstanden als andere, ist es nicht wichtig, bestimmte Diätpläne zu befolgen, sondern das Leben und das Essen zu genießen.

Spanische Tomatensuppe

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