Touristensteuer auf Mallorca 2022


Als sie im Sommer 2016 nach einigen Jahren Unterbrechung erneut eingeführt wurde, war die als Ecotasa bezeichnete Touristensteuer auf Mallorca sehr umstritten und ist es in konservativen Bereichen immer noch. Dennoch kommen Urlauber auch dieses Jahr nicht darum herum, die Kurtaxe bei Ankunft auf Mallorca zu verrichten. Wir verraten euch, wer sie zahlen muss und wie hoch der Betrag ist.

Touristensteuer auf Mallorca

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Die am 1. Juli 2016 neu eingeführte Touristensteuer auf Mallorca ist eine Art Kurtaxe, die jeder Mallorca-Urlauber entrichten muss, sobald er in einer touristisch geführten Unterkunft auf der Insel unterkommt. Die eingenommenen Gelder kommen Projekten in Kultur, Tourismus und Umweltprojekten zugute und sollen sowohl die Situation der Menschen vor Ort verbessern, als auch die Auswirkungen des Tourismus auf die Umwelt abfedern. Fällig wird die Touristensteuer auf Mallorca wird immer dann, wenn ihr in Ferienwohnungen oder Hotels eincheckt. Private Besuche von Familie oder Freunden fallen nicht darunter.

Touristensteuer auf Mallorca: Wer muss sie zahlen

Die Tourismussteuer auf Mallorca muss von allen Urlaubern bezahlt werden, die in Hotels, Apartments, Ferienwohnungen, Herbergen und Kreuzfahrtschiffen unterkommen. Es gibt keine Unterschiede nach Herkunftsland. Ein Mallorquiner, der in einem Hotel unterkommt, muss die Steuer ebenso bezahlen, wie ein Gast, der von auswärts anreist.

Ausgenommen von der Steuer sind lediglich Kinder unter 16 Jahren und Besucher, die beispielsweise zu Krankenbesuchen auf die Insel kommen. Unter dem Radar laufen weiterhin Privatbesuche, bei denen ihr bei Freunden oder Familie unterkommt, die keine Ferienvermietung anbieten und deshalb auch keine Besucher melden müssen. Ebenfalls keine Steuer bezahlen Besucher, die in ihren eigenen Residenzen unterkommen.

Wann und wo wird sie bezahlt

Die Zuständigkeit der Erhebung der Touristensteuer auf Mallorca liegt bei den Hotels und Ferienhausvermietern, die das Geld dann im Rahmen ihrer Steuererklärungen an das Finanzamt weiterreichen. Normalerweise wird die Steuer im Laufe des Check-in fällig. Die meisten Hotels verlangen eine Bezahlung, bevor sie den Schlüssel aushändigen. Es ist nicht üblich, die Touristensteuer bereits im Vorfeld vor Ankunft über Reiseveranstalter zu bezahlen.

Ihr bekommt in jedem Fall einen Beleg (besser: eine Rechnung), auf dem vermerkt ist, wie viel Steuer für wie viele Tage ihr bezahlt habt. Das ist vor allem wichtig, wenn ihr die Unterkunft – aus welchen Gründen auch immer – während des Aufenthaltes wechselt. Hebt den Beleg die gesamte Reise über auf, um die Steuer nicht doppelt bezahlen zu müssen.

Wie hoch ist die Touristensteuer auf Mallorca 2022

Die Touristensteuer auf Mallorca ist unterschiedlich hoch, je nachdem wo ihr unterkommt, wann ihr auf Mallorca seid und wie lange ihr bleibt. Für Aufenthalte außerhalb der Saison (Oktober bis April) werden nur 25 Prozent des eigentlichen Betrages berechnet. Für Aufenthalte über 10 Tagen gibt ebenfalls einen Nachlass.

Hotels 5 und 4 Sterne Superior4 € (1 €)
Hotels 4 und 3 Sterne Superior3 € (0,75 €) 
Hotels 1 bis 3 Sterne2 € (0,50 €)
Ferienapartments (vier Schlüssel)4 € (1 €)
Ferienapartments (drei Schlüssel Superior)3 € (0,75 €)
Ferienapartments (ein bis drei Schlüssel)2 € (0,50 €)
Ferienwohnungen / Fincas & Landhotels2 € (0,50 €)
Hostals, Pensionen, Campingplätze & Herbergen1 € (0,25 €)
Besucher von Kreuzfahrtschiffen2 € (0,50 €)

Die Preise verstehen sich als Nettopreise. Es wird zusätzlich eine Mehrwertsteuer von 10 Prozent berechnet. Hier könnt ihr euch die für euch fällige Touristensteuer online ausrechnen lassen.

Wofür wird die Touristensteuer auf Mallorca genutzt

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird auf Mallorca von der Ecotasa, also einer Ökosteuer, gesprochen. Das ist etwas irreführend. Korrekt heißt die angewendete Steuer Llei de l’impost sobre estades turístiques a les Illes Balears i de mesures d’impuls del turisme sostenible. Also ein Gesetz zur Besteuerung touristischer Aufenthalte auf den Baleareninseln und Maßnahmen zur Förderung des nachhaltigen Tourismus. Damit sollte auch deutlich werden, dass das eingenommene Geld nicht komplett in den Umweltschutz fließt. Vielmehr ist es für verschiedene Bereiche vorgesehen.

Das eingenommene Geld wird als eine Art Entschädigung für die Folgen betrachtet, die der Tourismus mit sich bringt. Dazu zählen Umweltschäden ebenso wie prekäre Arbeitsverhältnisse, soziale Verwerfungen und eine verschobene Wettbewerbsfähigkeit. Gleichzeitig sollen Nachhaltigkeit und Qualität der touristischen Angebote mit dem Geld verbessert werden.

Folgende Anwendungsgebiete sind vorgesehen:

  • Schutz und Wiederherstellung natürlicher, maritimer und landwirtschaftlicher Naturräume
  • Förderung eines nachhaltigen Tourismus und Abkehr von der Saisonabhängigkeit
  • Bewahrung und Rehabilitation des kulturellen und historischen Erbes
  • Förderung von Projekten zur Diversifizierung der Wirtschaft, Innovation im Kampf gegen den Klimawandel und Forschung
  • Verbesserung der Beschäftigungsverhältnisse, Ausbildung und des Arbeitsmarktes

Zum besseren Verständnis und im Sinne der Transparenz gibt es eine von der Inselregierung kuratierte Seite, auf der alle Projekte gelistet sind, die mithilfe der eingenommen Gelder gefördert werden.

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