10 Naturparks auf Mallorca


Obwohl weite Teile der Insel sehr touristisch sind, gibt es ebenso viele unberührte Winkel. Auch, weil es immer klarer wird, dass besondere Naturräume unter Schutz gestellt werden müssen. Heute nehme ich euch mit in die unerschlossenen Ecken zu den schönsten Naturparks auf Mallorca.

Naturparks auf Mallorca

Transparenzhinweis: Einige Links in diesem Beitrag führen eventuell zu externen Buchungsmöglichkeiten. Kommt es zu einem Kauf, erhalten wir eine kleine Provision. Am Preis ändert sich für euch nichts.

Naturschutzgebiete und Naturparks auf Mallorca werden je nach zu schützenden Gütern oder Werten in verschiedene Kategorien unterteilt:

  • Nationalpark (parque nacional)
  • Naturpark (parque natural)
  • Natürlicher Standort (paraje natural)
  • Naturschutzgebiet (reserva natural)
  • Naturdenkmal (monumento natural)
  • Geschützte Landschaft (paisaje protegido)

Im allgemeinen Sprachgebrauch sind die Übergänge meist fließend. Jeder Naturraum, der irgendwie geschützt ist, wird als Naturpark bezeichnet. Deswegen werde ich hier auch alle natürlichen Schutzzonen, die von der Regierung der Balearen gelistet werden, aufschreiben. Auch, wenn nicht alle davon Naturparks im eigentlichen Sinne sind.

Maritim-terrestrischer Nationalpark Cabrera (Colonia Sant Jordi)

Parque nacional marítimoterrestre del archipiélago de Cabrera

Bootstour: Um nach Cabrera zu gelangen, müsst ihr mit dem Boot übersetzten. Tickets dafür bekommt ihr hier.

Der Strand von Cabrera

Die Insel Cabrera steckt voller Geschichten und Abenteuer. Die Römer hielten, um Proviant aufzustocken. Piraten nutzten die Insel als Ausgangspunkt für ihre Attacken auf mallorquinische Häfen. Und Franco soll während des Bürgerkriegs Antibiotika versteckt haben.

Besonderheiten

Cabrera

Von all der Aufregung vergangener Zeiten ist heute auf Cabrera nichts mehr zu spüren. Die einzigen Krawallmacher, denen auf Cabrera nicht Einhalt geboten wird, sind die kleinen, frechen Baleareneidechsen. Das gesamte Archipel sowie weite Flächen des Meeres, das es umgibt, stehen unter Naturschutz. Mit fast 90.000 Hektar geschützter Meeresfläche ist Cabrera zugleich das größte maritime Schutzgebiet Spaniens.

Besucher müssen sich an die Regeln des Naturparks auf Mallorca halten. Übernachtungen sind in der kleinen Herberge Rosa dels Vents zwar möglich, aber limitiert. Gewandert und gebadet werden darf nur an den ausgewiesenen Stellen. Noch strenger wird mit Bootsführern umgegangen: Es gibt nur wenige Ausflugsboote, die am Hafen von Cabrera anlegen dürfen. In der Bucht geankert werden darf nicht. Nur mit vorheriger Genehmigung dürfen Segelschiffe und Boote an den Boien ankern. Die Aufenthaltsdauer ist begrenzt.

Was gibt es zu sehen?

Burg von Cabrera

Das klingt jetzt alles sehr streng – und muss es auch – aber für Tagestouristen steht die Insel offen. Im Sommer verkehren mehrmals täglich Boote von Colonia Sant Jordi nach Cabrera, die hauptsächlich Badegäste mitbringen. Für Schnorchler sind die unberührten Strände ein Paradies. Tiere an Land und im Meer sind um einiges zutraulicher, als auf der Nachbarinsel.

Aber auch kulturell gibt es einiges zu entdecken. Zum einen die massige Burg im Hafen, die den Piraten Einhalt gebieten sollte. Weiterhin einen Seefahrerfriedhof, zu dem es einige gruselige Geschichten zu erzählen gibt. Und ein Denkmal zu Ehren der französischen Soldaten, die auf der Insel ausgesetzt wurden. Abschluss jeder Tour bildet ein Badestopp in der blauen Grotte.

Weitere Informationen


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Cabrera haben wir mit unseren Kindern schon so oft besucht, dass es dazu einen eigenen, sehr umfassenden Beitrag gibt. Hier könnt ihr ihn lesen.

Naturpark S’Albufera (Platja de Muro)

Parque natural de s’Albufera

Naturpark Albufera

Auf Mallorca gibt es nur sehr wenige Süßwasservorkommen, weshalb Feuchtbiotope wie der Naturpark s’Albufera ein wahrer Segen sind. Es ist noch gar nicht so lange her, dass das Feuchtgebiet trocken gelegt werden sollte. Zum Glück steht es jetzt unter Naturschutz.

Besonderheiten

Radfahren im Naturpark Albufera

S’Albufera liegt da, wo man eigentlich keine Naturparks auf Mallorca erwartet. Direkt in einem Touristengebiet. Teile des Parks reichen an den Strand Platja de Muro, einer der touristischen Strände auf Mallorca (und einer der familientauglichsten). Noch ein Stück weiter findet ihr Port d’Alcúdia mit dem gleichnamigen Strand. Während auf der einen Seite lebhafter Urlaubstrubel herrscht, empfängt einen nach der Brücke, die den Eingang zum Park markiert, nur noch Stille. Und ab und zu ein Quaken.

Was gibt es zu sehen?

Naturparks auf Mallorca

Der Naturpark s’Albufera ist ein wahres Vogelparadies. Auf den mehr als 1700 Hektar Land leben über 300 Vogelarten. Darunter viele vom Aussterben bedrohte Exemplare. Zahlreiche Zugvögel legen auf ihrem Weg nach Afrika hier eine Pause ein. Andere kommen regelmäßig zum Brüten.

Als Ausflugsziel ist der Naturpark s’Albufera eine gute Option. Er ist fußläufig von der Platja de Muro zu erreichen und das absolute Gegenstück zum touristisch geprägten Badeort. Der Eintritt in den Park ist frei, allerdings ist eine kleine Registrierung im Informationsbüro notwendig. Bringt Ferngläser mit, um von den Beobachtungsposten Vögel und andere Tiere beobachten zu können.

Der Park kann zu Fuß, mit Kinderwagen oder Fahrrad erkundet werden. Es gibt verschiedene, unterschiedliche lange Routen. Eine Karte ist im Informationsbüro erhältlich. Nicht erlaubt ist das Picknicken im Park.

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Etwas mehr zur Geschichte des Naturparks s’Albufera, was es mit der Trockenlegung auf sich hatte und unserem Radausflug durch den Park könnt ihr hier nachlesen.

Naturpark Mondragó (Santanyí)

Parque natural de Mondragó

Bootstour: Aus Cala d’Or bringt euch ein Speed Boot in den Naturpark Mondragó. Hier könnt ihr Tickets kaufen.

Mondrago

Mondragó ist als einer der Naturparks auf Mallorca ein geeignetes Ausflugsziel, wenn ihr aktiv sein wollt, aber auch einen Strand in der Nähe braucht. Davon gibt es hier gleich drei sehr schöne!

Besonderheiten

Wen von Mondragó die Rede ist, geht es meistens um den Strand Mondragó. Den gibt es streng genommen gar nicht, denn er heißt Font de n’Alis. Das sind aber nur Details. Neben insgesamt drei Stränden gibt es auch eine sehr weite Ackerfläche, auf denen im Frühling die Mandelblüte bestaunt werden kann.

In früheren Zeiten arbeiteten in dem Wald des Naturparks die Kalkbrenner. Aber auch die Küstenwache war aktiv. Von den alten Wehranlagen steht heute noch ein ehemaliges Munitionslager.

Was gibt es zu sehen?

Picknick im Naturpark Mondrago

Der Park kann auf insgesamt fünf Rundgängen erkundet werden, die sich auch leicht miteinander verbinden lassen. Sie führen an der Küste entlang, zu den Stränden und zu einem abgelegenen Picknickplatz, weitere im Landesinneren. An beiden Enden des Parks findet ihr je einen kostenpflichtigen Parkplatz und Picknickbänke.

Von den Stränden gefällt uns persönlich s’Amarador, der westlichste, am besten, da er groß und kinderfreundlich, aber weniger überlaufen als der Mondragó Strand ist. Auch nett ist die kleine Caló d’en Borgit im Osten. Allerdings ist sie so klein, dass sie zumindest im Sommer sehr schnell überfüllt ist.

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In unserem Buch führen wir mit einer Kombination aus mehreren Touren durch den Park. Sehr ausführlich berichten wir aber bereits auf dieser Seite über den Naturpark Mondragó.

Naturpark Sa Dragonera (Sant Elm)

Parque natural de sa Dragonera

Boot, Kajak oder Schnorchel? Es gibt viele Möglichkeiten Dragonera kennenzulernen. Ab Santa Ponça und Peguera fährt ein Schnellboot, vor Ort werden Touren mit dem Kajak angeboten und wer mag, kann die Unterwasserwelt des Archipels bei einem Schnorchelausflug erkunden.

Naturpark Sa Dragonera

Dragonera ist einer der Naturparks auf Mallorca, die wir öfters besuchen würden, wäre er von uns aus gesehen nicht am anderen Ende der Insel. Um dort hin zu gelangen, reicht es nicht die immer engeren Straßen nach Sant Elm zu fahren. Danach muss noch mit einem Wassertaxi übergesetzt werden. Und dann erwarten euch und eure Kinder dort die Vorfahren der Dinosaurier. Mehr Action geht kaum!

Besonderheiten

Sa Dragonera Wandertour

Auch Dragonera hat als vorgelagerte Insel Erfahrungen mit Piraten und Schmugglern gemacht. Es gibt vereinzelte Zeichen früherer Zivilisation, aber im Großen und Ganzen ist das Archipel naturbelassen. Die wahren Helden der Insel sind die sogenannten saragantas, die kleinen Eidechsen, die fast angstfrei jeden Besucher in Augenschein nehmen, der ihr Land betritt.

Die Baleareneidechse, die nur hier und auf Cabrera zu finden ist, steht unter Schutz. Die Wege dürft ihr nicht verlassen, um die Tiere zu suchen. Das ist aber auch gar nicht nötig. Sobald man sich irgendwo niederlässt und nicht allzu sehr herumzappelt, kommen sie aus ihren Verstecken gekrochen. Sehr aufgeregt werden sie, wenn dann zusätzlich nicht ein Picknick zum Vorschein kommt. Man darf die Eidechsen nicht anfassen – wird aber ständig von ihnen berührt. Wir hatten sogar eine in unserem Rucksack sitzen. Also Taschen vor der Rückfahrt bitte überprüfen!

Was gibt es zu entdecken?

Sa Dragonera Eidechsen

Wenn handzahme Eidechsen nicht reichen, bietet Dragonera zudem einige nette Wanderstrecken zu den Leuchttürmen der Insel. Diese führen einmal nach Osten, nach Westen und auf den höchsten Punkt der Insel. Gebadet werden darf nur an einer Stelle, nämlich am kleinen Strand neben dem ebenso kleinen Hafen. Das Wasser ist sehr klar und es gibt viele Tiere zu entdecken. Vom optischen her ist der Strand nett, aber nicht unbedingt der Schönste. Außerdem ist es sehr steinig und felsig. Unbedingt Badeschuhe mitnehmen!

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Sehr viel mehr Informationen und Fotos findet ihr auf der Beitragsseite zu Dragonera.

Naturpark der Halbinsel Llevant (Artà)

Parque natural de la península de Llevant

Cala Torta

Die östliche Halbinsel hinter Artà ist fast gänzlich unbebaut. Dabei gab es vor nicht allzu langer Zeit Bemühungen, hier Bettenburgen und touristische Infrastruktur zu errichten. Glücklicherweise scheiterte es am Grundwasservorkommen und am Geld. Mittlerweile steht das Gebiet unter Naturschutz und beheimatet einige der schönsten Naturstrände innerhalb der Naturparks auf Mallorca.

Besonderheiten

Strand Cala Torta

Der Parc Natural de la Península de Llevant bietet zahlreichen Tieren eine Vielfalt an Lebensräumen. Das Hinterland ist eher landwirtschaftlich geprägt. Die Küste rau mit harschen Felsen. Es gibt Höhlen, Sturzbäche und Wälder. Und sehr schöne Strände. Einige davon sind nur über eine Wanderung zu erreichen. Viele der Wanderwege im Inneren des Parks sind auch bei Mountainbikern sehr beliebt.

Was gibt es zu entdecken?

Wandern an der Cala Torta

Unweit des Informationszentrums im Inneren des Parks liegt ein ehemaliges Soldatenlager. Es ist recht leicht zu erreichen. Von dort führen anspruchsvollere Wanderungen zur Küste, beispielsweise zum alten Wehrturm Torre d’Aubarca.

Der recht beliebte Strand Cala Torta liegt an den Grenzen des Naturparks und kann bis auf wenige Meter mit dem Auto angefahren werden. Ein Teil der Straße ist jedoch nicht befestigt. Von Cala Torta aus können weitere Naturstrände fußläufig erreicht werden.

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Weiterführende Informationen zu Cala Torta und dem Naturpark Llevant erhaltet ihr in diesem Beitrag.

Naturgebiet der Serra de Tramuntana.

Paraje natural de la Serra de Tramuntana

Schnitzeljagd: Entdeckt Deià – ein authentisches Bergdorf der Tramuntana – im Rahmen einer kleinen Schatzsuche.

Familienausflüge auf Mallorca

Nördlich des Tramuntanagebirges gibt es nur noch Meer. Die Gebirgskette ist eine natürliche Schutzwand, die den süd-östlichen Teil der Insel vor schlechtem Wetter schützt. Zahlreiche 1000er Gipfel locken Wanderer aus allen Teilen der Welt an. Gleichzeitig birgt das Gebirge viele geschichtsträchtige Orte. Als Landschaft steht die Serra de Tramuntana nicht nur unter Naturschutz, sondern ist auch ein Weltkulturerbe der UNESCO.

Besonderheiten

Wanderung Biniaraix: Camí Vell des Barranc

Der nördliche Teil der Tramuntana ist kaum besiedelt. Zu rau ist die Natur. Hier findet ihr dichte Steineichenwälder, steile Felsklippen, traumhafte Bergdörfer und interessante Terrassenfelder, die noch aus der Zeit der Araber stammen. Eine eindrucksvolle Berg- und Küstenstraße durchquert den Gebirgszug einmal vom Nordosten in den Südwesten. Auf der Strecke liegen einige der schönsten Dörfer Spaniens und wunderbare Aussichtspunkte.

Was gibt es zu entdecken?

Für Wanderer besonders interessant ist die Trockensteinroute, der einzige Fernwanderweg Mallorcas, der die Tramuntana in acht Etappen durchquert. Viele der Teilstrecken eignen sich auch als Tagestouren und zu Wanderungen mit Kindern.

Darüber hinaus laden Ortschaften wie Valldemossa, Deià, Biniaraix, Sóller und Banyalbufar zu kleinen Abstechern ein. Die Schlucht Torrent de Pareis fehlt bei kaum einem Urlauber. Ebenso wenig der Besuch des Klosters Lluc. Die spektakulärsten Aussichten sind am Cap de Formentor zu genießen

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Insgesamt 20 Ausflüge führen in unserem Buch ins Tramuntanagebirge. Hier auf dem Blog gibt es noch einige Ausflugstipps mehr. Im Archiv könnt ihr sie einsehen.

Naturschutzgebiet S’Albufereta

Reserva natural de s’Albufereta

Die kleine Version des Naturparks Albufera (-eta ist auf Spanisch die Verkleinerungsform) liegt in der Bucht von Pollença und besticht ebenfalls mit Artenvielfalt und landschaftlicher Vielfalt.

Besonderheit

Das Areal umfasst 211 Hektar und wurde erst 2001 zum Naturschutzgebiet erklärt. S’Albufereta gehört dem europäischen Netzwerk Natura 2000 an, das sich für den Erhalt bedrohter Tierarten und Naturlandschaften einsetzt. Wie auch andere Feuchtgebiete ist dies hier eine Zwischenstation für Zugvögel auf ihrer jährlichen Reise nach Afrika. Weiterhin gibt es viele Pflanzenarten, die sich sowohl an die überfluteten Böden als auch an den Salzgehalt des Wassers durch die Nähe zum Meer gewöhnt haben.

Was gibt es zu entdecken?

Radfahren im Naturpark Albufera

Besonders schön ist eine Fahrradtour, die auf einer Route um das Naturreservat herumführt und die wichtigsten Elemente zeigt. Es geht an Seenlandschaften ebenso vorbei, wie am Strand. Toll ist es hier zum Sonnenaufgang und -Untergang.

Weitere Wege führen zu Beobachtungspunkten und ehemaligen Wirtschaftsgebäuden. Der Park steht allen offen, allerdings dürfen keine sportlichen Aktivitäten wie Joggen oder Reiten unternommen werden. Hunde sind ebenfalls nicht erlaubt.

Naturdenkmal Ses Fonts Ufanes

Monumento natural de las fonts Ufanes

Von den Quellen in die Höhle: Nur wenig von den Ses Fonts Ufanes entfernt, liegt die Höhlenformation von Campanet. Ein Besuch der Höhlen ist eine gute Ergänzung. Noch dazu, weil es dort Parkplätze gibt. Tickets für die Höhlen von Campanet gibt es hier.

Die Quellen Ses Fonts Ufanes

Die Ses Fonts Ufanes sind Quellen, die nur dann sprudeln, wenn es an einer bestimmten Stelle im Tramuntana-Gebirge sehr viel geregnet hat. Das Ereignis findet nur an wenigen Tagen im Jahr statt. Entsprechend voll wird es dann auf dem Landgut in der Nähe von Campanet. Der Steineichenwald ist aber auch zu Trockenzeiten sehr sehenswert.

Besonderheit

Das Regenwasser aus dem Tramuntana-Gebirge wird durch den Kalkstein gefiltert und sammelt sich in einer unterirdischen Blase ziemlich genau unter dem Landgut, auf dem die Quellen zu finden sind. Wenn diese Blase kein Wasser mehr fasst, sprudelt es zwischen den Steinen an die Oberfläche und von dort Richtung Meer.

Der Wasserlauf, der dabei entsteht, ist kein kleiner Bach, sondern, ein sehr eindrucksvoller Sturzbach. Er transportiert das Regenwasser an die Küste. Speziell in das Feuchtgebiet von Albufera, wo dadurch das einzigartige Biotop erhalten wird. Bei den Ses Fonts Ufanes bleibt das Wasser nur kurz. Mit etwas Glück kann man drei Tage in Folge die Quellen sprudeln sehen.

Was gibt es zu entdecken?

Das öffentliche Landgut wird natürlich hauptsächlich der Quellen wegen besucht. Entsprechend voll ist es während der Regenzeit. Doch auch abseits dieser Stoßzeiten ist das Areal einen Besuch wert. Weite Teile werden landwirtschaftlich genutzt. So könnt ihr zum Beispiel während der Mandelblüte blühende Bäume bestaunen, um danach eine kleine Runde durch den Eichenwald zu drehen.

Weiterhin befindet sich im Wald eine Ruine aus der Bronzezeit und Hütten, in denen Köhler und Kalkbrenner gearbeitet haben. Es gibt mehrere Bänke und Picknickmöglichkeiten. Besonders empfehlenswert ist dieser Ausflug auch für kleinere Kinder, da die Wegstrecke sehr überschaubar und leicht zu laufen ist.

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Auch über die Ses Fonts Ufanes haben wir bereits in einem eigenen Beitrag berichtet. Hier ist er zu finden.

Naturdenkmal Torrent de Pareis

Monumento natural del Torrent de Pareis.

Anreise: Am bequemsten mit dem Boot ab Sóller. Am anspruchsvollsten im Rahmen einer Wanderung durch die Schlucht ans Meer.

Sa Calobra steht als Ausflugsziel bei vielen Touristen mit auf dem Plan. Unter anderem auch, weil der kleine Hafen direkt am Torrent de Pareis liegt. Der wohl eindrucksvollsten Schlucht auf Mallorca.

Besonderheit

Es ist gar nicht so leicht zum Torrent de Pareis zu gelangen. Wer mit dem Auto anreist, muss über eine kurvenreiche, enge Straße und durch den sogenannten Krawattenknoten – einer 360-Grad-Kurve. Wer sich das nicht zutraut, kann mit einem der Ausflugsboote ab Sóller kommen. Zusammen mit sehr vielen anderen Touristen, die den Ort dann überrennen.

Erfahrene Wanderer können mit ortskundigen Wanderführern vom Landesinneren die Schlucht hinabsteigen. Diese Tour dauert mehrere Stunden und sollte nur in Begleitung unternommen werden.

Was gibt es zu entdecken?

Wer mit dem Auto oder mit dem Boot kommt, hat wohl kaum die Absicht die ganze Schlucht zu erwandern. Ein wenig kann man sie aber auch mit Kindern erkunden. Die Stelle, an der es nicht ratsam ist, weiterzugehen, ist beschildert und auch so klar erkennbar.

Zum Baden finden wir den Strand am Ende der Schlucht nicht so ideal. Es ist eng und steinig. An Land drängen sich Menschen. Auf dem Meer private Segelboote. Der Ort Sa Calobra ist nett, die Restaurants sind aber nur durchschnittlich und stark überteuert.

Maritim-terrestrisches Naturschutzgebiet Es Trenc- Salobrar de Campos

Parque natural maritimoterrestre es Trenc- Salobrar de Campos

Anreise: Ohne eigenes Auto gibt es aus den meisten Urlaubsorten günstige Transfers. Beispielsweise hier.

Es Trenc

Auch Es Trenc dürfte vielen ein Begriff sein. Dabei handelt es sich um die längste zusammenhängende Sandfläche im Süden Mallorcas und den längsten unbebauten Strandabschnitt der gesamten Insel. Für Familien mit kleinen Kindern ist er ideal.

Besonderheit

Strand Mallorca

Zum geschützten Bereich des Naturschutzgebietes rund um den Es Trenc gehört ein großes Dünensystem, in dem eine Vielzahl von Lebensräumen existieren. Das geschützte Gebiet erstreckt sind von Sa Ràpita bis Colònia Sant Jordi. Im Landesinneren begrenzen Landstraßen das Areal.

Auf der Meerseite sind das riesige Meereswiesen, in dem die Posidonia wächst, das Neptunseegras. Einer der wichtigsten Organismen gegen die Erderwärmung. An Land findet ihr weitläufige Dünen, weiter im Hinterland Salobrar de Campos, das bedeutendste Feuchtgebiet dieser Zone. Hierher kommen Flamingos zu m Brüten. Zum geschützten Teil des Parks zählen auch zahlreiche vorgelagerte kleine Inseln.

Was gibt es zu entdecken?

Salinen Es Trenc

Die meisten Menschen kommen wahrscheinlich des Strandes wegen an den Es Trenc. Dort lässt sich ohne Probleme ein Strandtag verbringen. Der Strand ist groß und weitläufig. Es geht sehr langsam ins Wasser. Ideal auch mit kleinen Kindern.

Einige Strandabschnitte sind FKK Bereich. Andere manchmal mit abgestorbenen Seegrasresten bedeckt. Wenn euch der Anblick oder Geruch stört, sucht euch einfach eine andere Stelle. Das Seegras wird an Naturstränden nicht weggeräumt. Allerdings ist der Es Trenc so lang, dass es auch immer Abschnitte mit weißem Sand und klaren Wasser gibt.

Vor oder nach dem Strandausflug lohnt sich außerdem der Besuch der Salinen. Das bekannte Salz Flor de Sal d’Es Trenc wird auf den Salzwiesen des Naturparks geerntet. Die Salinen können besucht werden. Bei einer Führung wird der Prozess der Salzgewinnung erklärt.

Weitere Informationen zum Es Trenc, wie beispielsweise zur Anreise und Parken, könnt ihr in diesem Beitrag nachlesen.

Zum Weiterlesen


Schnitzeljagd Palma


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